Samstag, 14. Dezember 2019

MDR KULTUR Krimi-Nacht 2019 - Eine ganze Nacht lang Hör-Krimis / auch als Downloads

Quelle Foto: Wikimedia unter CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication

Jetzt schon vormerken, um es im Weihnachtsstress nicht zu vergessen:
Samstag, 28.12.2019 gibt es beim MDR KULTUR die Krimi-Nacht 2019 und alle Krimis auch zum Downloaden/Nachhören:

20:05 Uhr Drohung bei Mondlicht (Link zur Sendung)
von Patrick Hamilton | MDR 1992 | 54'16

* 12 Monate im Hör-Angebot auf mdr-kultur.de inkl. Podcast/Download. 

Regie: Klaus Zippel | Bearbeiter: Edine Priegnitz | Mit: Jürgen Hentsch (George Longford), Eberhard Esche (Sir Charles Waterbury),

Otto Sander (Cyrus Armstrong), Otto Sander (Harry Armstrong), Gudrun Ritter (Mrs. Armstrong)

Ein Engländer in mittleren Jahren von eher einsiedlerischen Gewohnheiten, als abgeschirmter Gast im Hause eines vermögenden Freundes wohnend, bekommt den unverhofften Besuch fremder Leute. Sie konfrontieren ihn mit Forderungen, denen  gegenüber höfliche Ablehnung und der distanzierende Schutzwall guter Manieren nichts ausrichten. 

Zeitgeschichtlicher Hintergrund dieses Kriminalstückes von Patrick Hamilton ist das Jahr 1933 in England. Auf dem Kontienent scheinen sich neue politische Konstellationen zu einer weltweiten Bedrohung auszuwachsen. Die erstklassig besetzte Inszenierung von Klaus Zippel bietet eine Wiederbegegnung mit den verstorbenen Schauspielergrößen und Virtuosen der deutschen Sprache: Eberhard Esche, Jürgen Hentsch und Otto Sander.

Patrick Hamilton,1904 in Sussex geboren, englischer Romancier, Stücke und Hörspielschreiber, weltbekannt geworden durch seine Bühnestücke "Rope" - dt. "Cocktail für eine Leiche" (1929), von Alfred Hitchcock 1948 verfilmt und "Gaslicht" (1938) verfilmt 1944 mit Ingrid Bergmann und Charles Boyer. Hamilton starb 1962 an Leberzirrhose.
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21:00 Uhr Zwölf Fotos zuviel (Link zur Sendung)
von Peter Kramer | Mitteldeutscher Rundfunk 1999 | 52'11

* zeitlich unbegrenzt im Hör-Angebot auf mdr-kultur.de inkl. Podcast/Download.

Regie: Walter Niklaus | Mit: Jutta Hoffmann (Frau), Ulrich Wildgruber (Mann), Lars Gärtner (Kellner), Käthe Koch (Stimme), Wilhelm Eilers (Schaffner), Walter Niklaus (Durchsage)

Anfangs hatte sie ja diese zufällige Reisebekanntschaft nur für ein bißchen aufdringlich gehalten, diesen Unterhaltsamkeit versprühenden Gute-Laune-Menschen, der ausgerechnet in ihrem Zugabteil Platz zu nehmen beliebte. Einer, der jeden ins Gespräch ziehen und nach fünf Minuten den ersten Witz zum besten geben muß. Und der sich durch kühle Höflichkeit mit Sicherheit nicht zurückhalten läßt. Kein Sinn für Vornehmheit eben. Und kein Respekt.

War es ein Fehler, sich mit so einem auf eine Art "heiteres Beruferaten" einzulassen? Jedenfalls, daß er sein Geld ausgerechnet als Erpresser verdient, hat sie ihm natürlich nicht geglaubt. Obwohl er ziemlich plausible Geschichten auftischen konnte... und auch seine Kamera hatte er schließlich sichtlich dabei. Nur, daß er ihre Lebensumstände so auffallend treffsicher erraten kann, ist schon etwas sonderbar. Sogar die Automarke (Porsche Cabrio).

Sogar die Autofarbe (silbergrau). Und als er dann auch noch über diesen Unfall Bescheid weiß... und diese Fahrerflucht, läßt sich eins, scheint es, leider nicht mehr verkennen: Der Mann ist nicht zufällig hier. Und er ist wirklich Erpresser! - Die Fotos, die er verkaufen möchte, sind deshalb auch ziemlich teuer. Zwölf Fotos für 250.000 Mark. Abzüge und Negative - schließlich ist er ein ehrlicher Erpresser. Allerdings, auch ehrlichen Erpressern kann es passieren, daß ihre wertvollen Zeugnisse auf einmal regelrecht überflüssig sind. Und statt 250.000 Mark hat man zwölf Fotos zuviel.

Peter Kramer, geboren 1925 in Köln. Schauspielschule in Erfurt. Schauspieler und Regisseur in Cottbus, Schwerin und Erfurt. Zahlreiche Film-, Fernseh- und Synchronrollen. Seit 1964 Hörspielregisseur im Funkhaus Leipzig. Daneben gastweise Theaterarbeit, vor allem Musical, Rock-Oper, Operette. Gelegentlich auch Autor, so des DEFA-Musikfilms "Meine Frau macht Musik" (1958) und der Kriminalhörspiele "Der stille Teilhaber" (Rundfunk der DDR 1981) sowie "Todsicher" (MDR 2015). 
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22:00 Uhr Nackt in Berlin (Link zur Sendung)
Kriminalkomödie, nicht nur für Freunde der italienischen Oper
von Gottfried von Einem und Hans Helge Ott | Mitteldeutscher Rundfunk 2006 | 48'25

* zeitlich unbegrenzt im Hör-Angebot auf mdr-kultur.de inkl. Podcast/Download.

Regie: Gottfried von Einem | Komponist: Marco Nola | Mit: Hilmar Eichhorn (Schröck), Peter Kaempfe (Dietmar Schulz), Herbert Fritsch (Dr. Müller-Bruchsiepen), Reinhard Straube (Kosanke), Gabriele Blum (Chrissy), Thomas Kylau (H & A), Wolf-Dieter Rammler (Portier), Hendrik Duryn (Keeper), Conny Wolter (Marlen), Anja Pahl (Empfangsdame), Ulrike Hübschmann (Frau), Karl-Fred Müller (Mann), Hannelore Schubert (Telefonistin), Roberto Lai (Kellner)

Als der Dresdener Kriminalkommissar und bekennende Belcanto-Liebhaber Schröck vom Polizeipräsidenten Dr. Müller-Bruchsiepen ausgerechnet in den Leipziger Hauptbahnhof einbestellt wird, ahnt er noch nicht, dass einer der seltsamsten Fälle seiner Ermittlerlaufbahn auf ihn zukommt. Denn das Opfer der aufzuklärenden Straftat ist niemand anderes als der Herr Polizeipräsident Himself. Im geliehenen Smoking, einen Hut auf dem Kopf, den abzunehmen er sich beharrlich weigert, ist er gerade aus Berlin angereist, wo er am Morgen in seinem Hotelzimmer mit grauenvollen Kopfschmerzen, seiner sämtlichen Kleidungsstücke beraubt und, schlimmer noch, ohne ein einziges Haar am Leibe erwacht ist.

Und selbstverständlich auch ohne den Hauch einer Ahnung, wie ihm das widerfahren konnte! Gebraucht wird folglich nicht nur ein erstklassiger Kriminalist, sondern auch ein Mann von verlässlicher Diskretion - Schröck eben. Zumal die Berliner Polizei aus dem Spiel bleiben muss - könnte es sich bei diesem ungeheuerlichen Anschlag doch um ein Komplott eben dieser handeln! Dienstlich gefordert und willens, sich des in ihn gesetzten Vertrauens würdig zu erweisen, wenn auch ein klein wenig amüsiert, begibt sich der Kommissar stante pede zum Tatort ins Arcadia Palace, Suite Nr. 422, bezieht Posten und studiert mit einem Auge die Berliner Halbwelt, mit dem anderen jedoch den Berliner Opernspielplan.

Gottfried von Einem, geboren 1940 in Stargard, war nach Abschluss der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bis 1967 Regieassistent beim Hörfunk. Seit 1968 führt er Hörspiel-Regie bei Radio Bremen, später auch beim Deutschlandradio, beim Mitteldeutschen und beim Saarländischen Rundfunk.

Hans Helge Ott, geboren 1951 in Bremen, arbeitet als Autor und Regisseur für Funk, Fernsehen und Theater. Er ist Hausregisseur bei Radio Bremen, außerdem betreut er redaktionell das niederdeutsche
Hörspiel für NDR und Radio Bremen und nimmt sich noch immer regelmäßig die Freiheit, zu schreiben oder Theater zu machen, zuletzt am Hamburger Ohnsorg-Theater.
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23:00 Uhr Betriebsbedingt gekündigt (Link zur Sendung)
von Iain Levison | Mitteldeutscher Rundfunk 2007 | 54'32
* 18 Monate im Hör-Angebot auf mdr-kultur.de inkl. Podcast/Download.

Regie: Steffen Moratz | Bearbeiter: Steffen Moratz | Mit: Jörg Schüttauf (Jake Skowran), Torben Kessler (Mike Murty), Hansjürgen Hürrig (Ken Gardocki), Götz Schweighöfer (Tommy), Mirco Kreibich (Jughead), Udo Schenk (Brecht), Bernhard Schütz (Jeff Zorda), Rainer Heise (Karl), Ellen Hellwig (Grace), Andreas Keller (Roger), Sigrun Fischer (Sheila), Peter W. Bachmann (Detektive Martz), Klaus-Dieter Bange (1. Polizist), Klaus-Dieter Bange (Kellner), Johannes Gabriel (2. Polizist), Carmen Birk (Schwester), Carmen Birk (Kellnerin), Henning Peker (Tankstellenkunde), Petra Ehlert (Tankstellenkundin), Daniela Hoffmann (Corinne Gardocki) 

Früher war Jake Skowran ein ganz normaler Mann. In seiner Heimatstadt irgendwo in Wisconsin arbeitete er wie fast alle in einer Fabrik für Landmaschinen. Er hatte eine Freundin, ein Auto, einen Fernseher und einen Kabelanschluss und nach Feierabend traf man sich noch bei "Tullys" auf ein Bier. Doch dann verlegte die Fabrik ihre Produktion ins Ausland, irgendwohin, wo noch ärmere Schlucker für noch weniger Geld zu schuften bereit sind. Und von einem Tag auf den anderen waren über die Hälfte der Einwohner arbeitslos. Auch Jake verlor seine Arbeit, seine Freundin, das Auto, den Fernseher... V

or allem aber verlor er das Gefühl, jemand zu sein, dazuzugehören und etwas Sinnvolles zu tun. Einzig die Footballwetten bringen ein wenig soziales Leben in das gammelige Tagein-Tagaus. Dafür allerdings häufen sich auch seine Wettschulden bei Ken Gardocki, der nicht nur das dubiose Wettbüro leitet, sondern auch sonst in der Stadt die Fäden in der Hand hält. Während sein Freund Tommy inzwischen für ein paar Dollar in der Tankstelle jobbt, bekommt Jake aus heiterem Himmel ein Angebot von Gardocki. Es ist ein lukratives Angebot: 5.000 Dollar für einen Tag Arbeit. Jake greift zu, wirft seine moralischen Bedenken über Bord, wie die kaltschnäuzigen Investoren es vor ihm taten. Mit diesem Auftrag wäre er seine Spielschulden los, hätte noch ein nettes Finanzpolster dazu, und, last not least, er hätte endlich wieder was zu tun. Denn es bleibt nicht bei dem einen Auftrag.

Jake erweist sich als zuverlässig und nervenstark. Erst als wieder eine Frau sein Leben streift, wird ihm klar, dass es so nicht weiter geht.

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