Dienstag, 27. Februar 2018

SCHERE, FAUST, PAPIER - Experimentelles Hörspiel von Michel Decar (2016)

Karl Marx mit Tochter Jenny 1869 Quelle: Wikimedia  unter public domain
Der Handlungsort dieses ursprünglichen Theaterstücks, SCHERE, FAUST, PAPIER ist ein Trichter. Die Protagonisten reisen mit der Devise "Töten oder getötet werden" durch die Weltgeschichte. Klingt experimentell und abgedreht - und das ist es auch. Gesendet wird es von NDR Kultur am Mittwoch (28.02.18) um 20:00 Uhr.

Es gibt ja dieses Zitat von Karl Marx, dass sich Geschichte immer zwanzigmal ereignet. Einmal als Tragödie, einmal als Farce, einmal als ZDF-Zweiteiler, einmal als BBC-Miniserie, einmal als Telenovela, einmal als Eventmovie, einmal als französischer Historienstreifen, einmal als Dokumentarfilm, einmal als Geschichtsfälschung, einmal als Hörspiel auf einer Kulturwelle im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. 

Was Karl Marx jedoch vergass hinzuzufügen, aber der Autor und Regisseur dieses Hörspiels, Michel Decar, ziemlich klug und kühn behauptet, ist: Wir selbst spielen in diesen mindestens zwanzig Aufgüssen des immer Gleichen die Hauptrollen, ob wir wollen oder nicht, und am Ende schauen wir uns verwundert um und fragen uns, wie das alles passieren konnte. (Text Quelle: NDR Info)

Ein Hörspiel von Michel Decar
Mit Anne Kulbatzki, Josefine Israel, Juno Meinecke

Musik: Lukas Darnstädt 
Regie: der Autor
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
48 min.
Redaktion: Michael Becker

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