Freitag, 14. September 2012

LITERATUR-QUICKIES - Nicht für den schnellen Krimi-Genuss gemacht

Krimi-Rezension von Petra Weber

Wer bei den Literatur-Quickies "Quickies", also Texte im Sinne von "Fast" wie "Fastfood" erwartet, wird schnell angenehm überrascht. Die kleinen Heftchen im Format "quadratisch, praktisch, gut" sind zwar mit Kurz-Krimis z.B. von Friedrich Ani (Alles gut), Björn Kern (Turkish Knockout) und Markus Orths (Im Séparée) bestückt, doch das bedeutet nicht, dass sie sich auch in aller Kürze lesen lassen.

Die Betonung dieser Hefte liegt wortwörtlich auf "Literatur". Hier steht nicht die kriminelle Handlung im Vordergrund sondern Freude am geschrieben Wort, an Satz- und Textgestaltung und der intellektuellen Stimulanz des Lesers. Hier soll kein Mörder gesucht, kein Motiv offenbart werden, nein, hier werden (kriminelle) Szenen literarisch zelebriert.

Mal eben zwischendurch oder nebenbei lesen sich die Kurzgeschichten mit bis zu 42 Seiten deshalb nicht. Es erfordert schon Konzentration, den Texten zu folgen, weshalb sich die Literatur-Quickies für das Lesen in Warteräumen und U-Bahnen nur bedingt eignen.

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass alle Rechte am Text bei den jeweiligen Autoren verblieben sind. Ein Modell, das ich mir im Verlagswesen öfter wünschen würde.

Es gibt für gefällige 2,50 Euro nicht nur Krimis als Heft-Quickies, das Literatur-Angebot ist reichhaltig und kann sogar abonniert werden. 

Die Webseite zu den Literatur-Quickies: LITERATUR-QUICKIES.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.