Montag, 17. September 2012

FLEISCH - Sympathische Ermittler zwischen zwei Welten

Krimi-Rezension von Dagmar Werner

Der Geruch von verbranntem Fleisch hängt noch in Nebraskas Herbstluft, als FBI-Profilerin Maggie O Dell den Tatort erreicht. Eine grausige Szene: Teenager liegen auf dem Waldboden, weit aufgerissene Augen, Brandwunden, zwei Tote. Von explodierenden Lichtern ist die Rede, von einem Biest mit roten Augen Halluzinationen nach einer Drogenparty? Oder Realität? 

Maggie versucht, diesem Hexenkessel auf den Grund zu gehen. Aber sie ist nicht schnell genug: Jemand nimmt die Überlebenden ins Visier, ermordet einen nach dem anderen. Wen Maggie jetzt dringend bräuchte, sind ihr Partner R.J. Tully und Dr. Benjamin Platt vom Medical Research Institut. Doch die sind an der Ostküste in einen ähnlich verstörenden Fall verwickelt … (Verlags-Info)

Wie der Klappentext schon schildert, durchleuchtet die Autorin Alex Kava mittels zweier Handlungsstränge die Aufklärungsversuche zweier scheinbar unabhängiger, mysteriöser und brutaler Verbrechen. 

Seite um Seite wächst die Spannung, nur hin und wieder abgeschwächt, durch das Hin- und Herspringen zwischen den beiden Storys in kurzen Sequenzen. Dabei verliert der Leser dann und wann schon mal den Zusammenhang.

Die erste Geschichte spielt in Nebraska, wo angeblich Außerirdische ihr Unwesen treiben. Man vermutet, dass Menschen und Tiere für geheimnisvolle Experimente herhalten müssen. Auch erzählt man von geheimnisvollen Lichtern am Himmel. Tiere werden grausam zugerichtet und Jugendliche, die ein schreckliches Unglück erlebt haben, sprechen schließlich für sich. 

Die andere Geschichte erzählt von einer mysteriösen Reihe von Salmonellenvergiftungen an Schulen in Washington D.C. Hinter denen ebenfalls ein Verbrechen vermutet wird. 

Persönliche Meinung: 4**** (von 5 möglichen)

Es gelingt Alex Kava sehr gut, ihre Protagonisten mit individuellen und sympathischen Eigenschaften auszustatten, trotzdem haben mich die Sprünge zwischen beiden Handlungen etwas gestört. 

Gut fand ich hingegen die Beschreibung der Zusammenarbeit von Maggie O'Dell und ihrem Freund Dr. Benjamin Platt, wenn auch dieses Mal leider in etwas abgespeckter Form. Das ist im Vorgänger-Roman „Knochenpfade“ sogar noch etwas besser gelungen. 

Ich habe dieses Buch in zwei Tagen gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen, allerdings auch damit ich nicht die Zusammenhänge in den packenden Handlungssträngen verliere. 

Trotz des hohen Konzentrationsaufwandes beim Lesen vergebe ich 4 Sterne, da es der Autorin gelungen ist, ein Thema, das nicht zu meinen Lieblingsthemen gehört, spannend und überzeugend darzulegen. Ich freue mich auf weitere Alex Kava-Thriller.
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FLEISCH ist als MIRA Taschenbuch (304 Seiten) in einer Übersetzung von Carlos Westerkamp für 8,99 Euro erschienen

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