Sonntag, 29. Juli 2012

CANALE MORTALE - Etwas zu wenig "mortale"

Krimi-Rezension von Dani Nimz

Venedig: Stadt der Verliebten und Stadt der Kunst. Antonia Babe möchte in der Lagunenstadt Urlaub machen doch stattdessen wird sie in eine Geschichte verwickelt, die mit Erpressung beginnt und mit Mord und Entführung endet. 

Wer steckt hinter den mysteriösen Drohbriefen der "7 M", und was hat es mit dem Gemälde auf sich, das ihr Gastgeber angeblich versteckt. Antonia will es herausfinden und gerät dabei selbst in tödliche Gefahr. (Verlagsinfo) 

Antonia begleitet ihren Freund Florian, einen Musiker, zu einem Musikevent nach Venedig, das zunächst wochenlanges Proben voraussetzt und in einem großen Konzert seinen Abschluss findet. Sie kommen für einen Monat bei Freunden in deren Palazzo unter. 

Die Dame des Hauses zieht Antonia wegen Drohbriefen zu Rate, die der alte Conte bekommt, und Antonia beginnt zu ermitteln. Ihre Ermittlungen führen Antonia in die Zeit des dritten Reichs, als der damalige Conte treuhänderisch ein Bild in seine Sammlung aufgenommen hatte, und um dessen Herausgabe bzw. Erpressung sich jetzt alles dreht. 

Persönliche Meinung: 3*** (von 5 möglichen)

Der Titel und der Klappentext des Romans von Heidi Schumacher versprechen hier sehr viel mehr als sie halten. Eine hübsche kleine Geschichte, bei der man sich fragt, wann es denn endlich "mortale im canale" wird und losgeht, denn bis daraus wirklich ein Krimi wird, vergeht sehr viel Zeit. 

Leider zu schnell hat man dann eigentlich auch schon raus, wer hinter der Erpressernummer steckt. Es gibt am Ende tatsächlich wie angekündigt Mord und Entführung, aber alles in allem bleibt dieser Krimi recht harmlos. 

Es dreht sich lange hauptsächlich um die Beziehungen der Figuren untereinander, die für sich genommen zwar interessant sind, aber vor der Kulisse Venedig, die schon aus sich selbst heraus so bunt, laut und lebhaft ist, recht farblos bleiben. 

Ich bin davon überzeugt, dass die Ermittlerin Antonia als Hauptfigur einer Reihe Potential hat, sie müsste für mich aber noch etwas mehr Volumen bekommen. Alles in allem deshalb leider nicht mehr als 3***.

CANALE MORTALE ist broschiert (207 Seiten) im Emons Verlag für 9,90 Euro erschienen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.