Sonntag, 10. Juni 2012

TÖDLICHE GERECHTIGKEIT - Erstlings-Thriller mit grandioser Mischung aus Fiktion & Wirklichkeit

Krimi-Rezension von Petra Querfurth

In Washington herrscht Ausgangssperre, weil die Politiker einen Bürgeraufstand befürchten. Der Obdachlose Steve weiß nichts davon und entgeht nur knapp einer Verhaftung. Auf seiner Suche nach einem Versteck lernt er eine junge Journalistin kennen, deren Auto einen Motorschaden hat. Kurz nachdem sie vom FBI abgeholt wird, ist sie tot. 

Der deutsche Wissenschaftler Peter Mormerin findet eine Speicherkarte mit verschlüsselten Dateien. In dem Versuch, mehr über Herkunft und Besitzer der Chipkarte herauszufinden, wendet er sich an ein Hackerforum im Internet. Eine der Dateien ist offenbar eine Todesliste, denn einige der darin genannten Personen – allesamt hochrangige Manager internationaler Konzerne – wurden bereits grausam ermordet. 

Als sein Chatpartner ihm auch noch mitteilt, er sei in Gefahr und könne seinen Hals nur nur noch durch eine Flucht nach vorn aus der Schlinge ziehen, fliegt Peter widerstrebend nach Washington. Dort lernt er die Drahtzieher eines ominösen Bündnisses kennen, die ihn auf ihre Seite bringen wollen...und um Unterstützung bitten, denn die ermordeten Manager standen allesamt auf ihrer Beobachtungsliste, was die Organisation extrem verdächtig macht. Ihr Vorsitzender ist der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, und der bricht kurz darauf bei einer geheimen Pressekonferenz nach den ersten Worten zusammen. (Verlagsinfo) 

Um es gleich vorweg zu nehmen - für mich ist der Erstling von Thomas U. Tajsich der beste Thriller den ich in diesem Jahr gelesen habe. Mit seinem Politthriller ist ihm eine grandiose Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit gelungen. 

Persönliche Meinung: 5***** (von 5 möglichen)
mit Extra-Sternchen

In bester Thrillermanier geht er der Frage nach, wie weit die heutigen Machenschaften in Wirtschaft und Politik das weitere Schicksal der Welt bestimmen. 

Politische Intrigen, wirtschaftliche Interessen und nicht zuletzt die maßlose Gier vieler Manager lassen die Kluft zwischen arm und reich immer größer werden. Doch es beginnt sich Widerstand in Form eines Bürgeraufstandes zu entwickeln (hat mich stark an die Occupy-Bewegung erinnert). 

Perfide Morde eines Psychopathen -er hält sich für den Rächer und Befreier der Menschheit- an einflussreichen Managern und Wirtschaftsbossen runden den spannenden Thriller ab. 

Auch die gut gezeichneten Charaktere sowie die Wendungen in der Handlung haben mich überzeugt. 

Thomas U. Tajsich stellt in seinem Thriller einige interessante Thesen zum Thema Kapitalismus und Globalisierung auf, aber hier soll jeder selbst urteilen. 

TÖDLICHE GERECHTIGKEIT ist im Sportwelt Verlag broschiert (351 Seiten) für 9,95 Euro erschienen.

1 Kommentar:

  1. Dass durch die zunehmende Globalisierung die Firmen nach Osten abwandern und dadurch die Schere zwischen Arm und Reich bei uns immer weiter auseinanderdriftet, ist für mich nicht nur eine interessante These, sondern leider eine Tatsache.

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