Freitag, 4. Mai 2012

TOTE REDEN NICHT - Wendungsreiche Handlung mit spektakulärem Ende


Krimi-Rezension von Petra Querfurth

An Bord des kurz vor der Ausmusterung stehenden Kreuzfahrtschiffes MS Vega geschieht ein Mord. Der Kriminaltechniker Ulf Holtz wird an Bord des Schiffes geflogen und findet einen etwas außergewöhnlichen Tatort vor - einen künstlich angelegten Regenwald. 

Kurzerhand entscheidet er an Bord zu bleiben und so vor Ort seine Ermittlungen zu führen. Währenddessen wird seine junge Kollegin Pia Levin an einen anderen Tatort gerufen, der ihr persönlich sehr zu schaffen macht – Erinnerungen aus ihrer Kindheit tauchen auf. 

Der etwas spröde und wortkarge Holtz und seine nach außen tough wirkende Kollegin Levin werden mit Mord, Waffenschmuggel und Missbrauch konfrontiert und geraten beide auf ihre Weise an die Grenzen des Erträglichen – menschlich wie fachlich. 

Persönliche Meinung: 5 ***** (von 5 möglichen) 

Varg Gyllander erzählt seinen dritten Thriller um den Kriminaltechniker Ulf Holtz mit einer großen erzählerischen Geschwindigkeit. Ständig wechselnde Erzählstränge, die er am Ende sehr gut miteinander verknüpft, geben Einblicke in die forensische Arbeit der Ermittler. Auch die menschlichen Sichtweisen der Kriminalbeamten, die täglich mit grausamen Taten konfrontiert werden, hat er sehr glaubhaft dargestellt. 

Und er verdeutlicht, welche Auswirkungen schwere Verbrechen noch nach Jahren auf das Leben betroffener Opfer haben. 

Die wendungsstarke Handlung ließ mich bis zum spektakulären Ende im Unklaren über die Lösung des Falles. 

In einer gekonnten und ausgewogenen Mischung aus Verbrechen, Ermittlung, und Privatem hat mich dieser Thriller, der auch ohne die Vorbände gelesen werden kann, überzeugt.

TOTE REDEN NICHT ist als Taschenbuch bei btb in einer Übersetzung von Lotta Rüegger und Holger Wohlandt für 9,99 Euro erschienen.

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