Mittwoch, 9. Mai 2012

DER KLANG DES TODES - Eine gut durchdachte Story mit interessanten Personen

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Herbst in Schweden: Auf Wunsch seiner Freundin Louise ist Raoul Liebeskind für Tonaufnahmen aus New York auf die kleine Schäreninsel gekommen. Kurz darauf wird der Stargeiger tot aus dem Wasser geborgen. War er im Dunkeln auf den glitschigen Felsen ausgerutscht, oder wurde der Musiker ermordet?

Zielstrebig macht sich Kommissarin Ebba Schröder aus Stockholm an die Arbeit. Zwei Frauen des Streichquartetts waren einmal in Raoul verliebt, und scheinbar hatte der schöne Charismatiker sowohl bei Anna als auch bei Helena nun alte Sehnsüchte neu entfacht. Und welche Rolle spielt Caroline, seine neueste Flamme? 

Die junge Cellistin hatte sich für Raoul gerade von ihrer Partnerin Louise getrennt, war dann aber von großer Eifersucht auf ihre Halbschwester Helena erfasst worden, als sie von deren früherer Beziehung zu Raoul erfuhr. Auch Louise fühlte sich von Caroline und Raoul verraten und war tief verletzt. Nur dank ihrer ausgeklügelten Befragungen gelingt es Kommissarin Ebba Schröder, herauszufinden, wie blendend sich der Geiger auf die Frauen verstand, und an welchem Punkt Liebe in Hass umschlug … (Verlags-Info)

Der Originaltitel „Furioso“ beschreibt bestens die Gefühlszustände der vier Frauen des gleichnamigen Streich-Quartetts aus Carin Bartosch Edströms Kriminalroman. 

Persönliche Meinung: 
5***** (von 5 möglichen)

Luise, die Primaria, hat sich an der Hand verletzt. Daher kann sie bei den geplanten Ton-Aufnahmen auf ihrer Schäreninsel nicht selbst mitspielen. An ihrer Stelle springt ihr charismatischer Freund Raoul Liebeskind ein. Nach Abschluß der Aufnahmen kommt Liebeskind nächtens zu Tode. 

Kommissarin Ebba Schröder mit ihrem Team muss zunächst herausfinden, ob hier ein Unfall vorliegt oder gar ein Mord verübt wurde. 

Verdächtig sind nur die wenigen Leute, die sich zum fraglichen Zeitpunkt auf der Schäreninsel aufhielten. Infrage kommen die vier Damen des Streich-Quartetts Luise, Helena, Caroline und Anna sowie Luises Vetter Peder. Alle haben ein Motiv und alle Damen hatten ein Verhältnis mit dem Toten. 

Die Ermittlungen verlaufen unter schwierigen Verhältnissen, da die Beteiligten die Wahrheit nur scheibchenweise und sehr zögerlich preisgeben. Die bereits bei den Proben der Musiker und den Aufnahme-Sitzungen äußerst angespannte Atmosphäre zwischen den Damen wird von ihnen in vollem Umfang in die Polizeiarbeit hineingetragen. Das macht die Aufklärung zusätzlich schwierig. 

Carin Bartosch Edström ist mit „Der Klang des Todes“ ein glänzendes Debüt gelungen. 

Eine gut durchdachte Geschichte, interessante Personen in einem besonderen Beziehungsgeflecht privater und beruflicher Art und eine bis zum Schluß spannende Handlung machen große Lust auf weitere Bücher mit der Ermittlerin Ebba Schröder und ihrem Team.

DER KLANG DES TODES ist im gebunden (624 Seiten) im Diana Verlag in einer Übersetzung von Lotta Rüegger und Holger Wolandt für 19,99 Euro erschienen.

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