Dienstag, 17. April 2012

ZUCKERPUPPES TOD - Mörderische Konflikte einer Kölner Werbeagentur der Nachkriegszeit

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Andreas Graff, Texter einer Werbeagentur, wird mit der Aufklärung eines Falles von Ideendiebstahl betraut - und stolpert unversehens in einen Mordfall, in dessen Mittelpunkt er selbst steht. Von der Polizei zum Hauptverdächtigen erklärt, von der Mafia bedroht, bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Ermittlungen in der ausufernden Mordgeschichte selbst zu übernehmen. 

Doch dann erlebt der Fall eine überraschende Wendung, die Graffs künftiges Leben nachhaltig bestimmen wird. (Verlags-Info)

Rolf Hülsebusch  „Zuckerpuppes Tod“ ist ein sehr unterhaltsamer und recht spannender Krimi. 

Das Buch fängt die Zeit der Aufbaujahre (in Köln) nach dem 2. Weltkrieg gut ein. Das Denken und Handeln der Personen ist stark auf materiellen Wohlstand fixiert. Erfolg wird häufig an Statussymbolen wie z. B. dem Besitz eines der nicht so zahlreichen Autos festgemacht. 

Die Städte können die „Kriegsnarben“ nicht verleugnen, denn noch immer gibt es viele Ruinen und Trümmergrundstücke. 

Manche der Neubauten sind sehr lieblos hochgezogen worden und passen oftmals überhaupt nicht in das umgebende Stadtbild, sofern es noch vorhanden ist.

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen) 

Der Roman beschreibt hauptsächlich das Arbeiten in einer Werbeagentur, was sehr anschaulich geschildert wird. Geschäftsleitung, Mitarbeiter und Kunden sind die Akteure. 

Aus ihrem geschäftlichen und privaten Mit– und Gegeneinander entstehen die Konflikte, die sogar Mord nach sich ziehen. Das wird von dem Autor gut nachvollziehbar geschildert und verschafft dem geneigten Leser einen ziemlich genauen Rückblick auf die damalige Zeit. 

ZUCKERPUPPES TOD ist ein "Köln-Krimi Classic", broschiert (170 Seiten) und im Emons Verlag für 9,90 Euro erschienen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.