Freitag, 6. Januar 2012

ZERSTÖRTE SEELEN - Nichts für schwache Nerven

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Das FBI ist in höchster Alarmbereitschaft: Ein maskierter Geiselnehmer verlangt, die Ermittlerin Darby McCormick zu sprechen. Diese kennt den Täter – Charlie Rizzo wurde vor 10 Jahren entführt und blieb trotz all ihrer Mühen seither vermisst. Was ist damals geschehen? 

Wo war Charlie all die Jahre? Jetzt will er Rache nehmen: an ihr und seinen Geiseln – der eigenen Familie. Mittels einer Bombe jagt er das Haus in die Luft. 

Darby überlebt schwerverletzt. Doch sie denkt nicht daran, die Ermittlungen noch einmal einzustellen. (Verlagsinfo)

Der neue Thriller von Chris Mooney erzählt die schockierende Geschichte eines jugendlichen / kindlichen Entführungsopfers, das jahrelang von einer religiösen Sekte gefangen gehalten und in Zuge der "Umerziehung" brutal misshandelt wurde und ist absolut nichts für Leser mit schwachen Nerven. 

Persönliche Meinung: 3*** (von 5 möglichen)

Der Autor spart nicht mit den Beschreibungen von grausamen Details der Gefangenschaft, und so etwas möchte ich dann in dieser Ausführlichkeit nicht lesen. Offensichtlich sollten von Wortwitz geprägte Passagen diese düsteren Beschreibungen zum Ausgleich auflockern, aber für meine Begriffe wirkte das dann doch zu aufgesetzt.

Eine konventionelle Handlung, Super-Woman als Ermittlerin, einfach und flüssig geschrieben stellt dieses Buch keine besondere intellektuelle Herausforderung dar, wird aber auch mit Sicherheit seine Leser finden – mich konnte es nicht begeistern.

ZERSTÖRTE SEELEN ist als Taschenbuch (448 seiten) bei rororo für 9,99 Euro in einer Übersetzung von Usch Pilz erschienen.

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