Mittwoch, 4. Januar 2012

TODESFAHRT - 2 Zeitebenen, 2 mal Darmstadt und eine nicht vorhersehbaren Auflösung

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Als in einem Wald bei Darmstadt die Leiche des Amerikaners William Fishkin auftaucht, stehen die Kommissare Steffen Horndeich und Margot Hesgart vor einem Rätsel: Warum wurde der Mann erschlagen? Und weshalb hielt er sich überhaupt in Deutschland auf? 

Fishkin arbeitete als Privatdetektiv, sein letzter Aufenthalt in Hessen jedoch war rein privater Natur – er war auf der Suche nach seinem Erzeuger. Obwohl der seine Vaterschaft gleich anerkannte, schien irgendetwas nicht zu stimmen. 

Denn warum hat Fishkin sich sonst bei der amerikanischen Polizei nach mysteriösen Todesfällen vor vierzig Jahren erkundigt? Allmählich kommen Horndeich und Hesgart einem düsteren Geheimnis auf die Spur. (Verlagsinfo)

Darmstadt in Südhessen und Darmstadt, Indiana (USA) bilden die Kulisse für diesen Kriminalroman, dessen Handlung auf zwei Zeitebenen, nämlich heute und 1973 spielt. 

Persönliche Meinung 5***** (von 5 möglichen)

Bereits im Prolog katapultiert Michael Kibler den Leser mitten hinein ins Geschehen und beschreibt das Verbrechen, das den Ausgangspunkt für die Krimihandlung liefert, die in der Gegenwart angesiedelt ist. Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass die Geschichte einer Auswandererfamilie Dreh- und Angelpunkt des Falls ist.

Durchgängig spannend von der ersten Zeile an und mit viel Wortwitz geschrieben, legt der Autor im Laufe des Buches immer wieder falsche Spuren, so dass sich erst nach und nach die Einzelteilchen zu einem schlüssigen Ganzen zusammensetzen. 

Und am Ende wird der Leser mit einer nicht vorhersehbaren Auflösung überrascht.

TODESFAHRT ist als Taschenbuch (336 Seiten) bei PIPER für 9,99 Euro erschienen.

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