Mittwoch, 18. Januar 2012

OUTLAW - Wie in einem Western, zwischen Hoffnung & Verzweiflung (Jack Reacher-Krimi))

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Zwei gottverlassene Dörfer in Colorado. Hope und Despair. Hoffnung und Verzweiflung. Dazwischen nichts weiter als meilenweit Niemandsland. Jack Reacher, per Anhalter unterwegs, strandet ausgerechnet in Despair. 

Er will nur einen Kaffee trinken und dann weiterziehen, doch vier düstere Gesellen wollen ihn wegen Landstreicherei von der Gemarkung verweisen. Reacher geht die Freiheit zwar über alles, aber einen Platzverweis lässt er sich nicht bieten. Und sein untrüglicher Instinkt sagt ihm, wenn jemand etwas zu verbergen hat.
(Verlagsinfo)

Der Klappentext des neuen Jack Reacher Thrillers von Lee Child klingt ja schon recht reißerisch nach „Einsamer Wolf“ versus „Böse Buben“, und genau nach diesem Schema sind die Bücher aus dieser Reihe auch gestrickt, lediglich die Handlungsort variieren.

Der Leser weiß, was ihn erwartet und der vorliegende Band macht hier keine Ausnahme.

Persönliche Meinung: 5 ***** (von 5 möglichen)

Diesmal also Hope und Despair in Colorado, wobei zumindest die Bewohner von Despair offensichtlich Geheimnisse haben und Fremde nicht mögen. Beim Lesen dieses Gut-gegen-Böse-Thrillers, der seine Spannung kontinuierlich steigert, habe ich mich sehr oft an die klassischen Western erinnert gefühlt.

Viele Nebenhandlungen gruppieren sich schlüssig um die eigentliche Story, die sich kritisch mit aktuellen Themen der amerikanischen Gegenwart auseinandersetzt. Spannung, Action, Romance - für jeden Leser ist etwas dabei.

Lee Child gelingt es hervorragend, die bedrückende Atmosphäre in diesem Dorf irgendwo im Nirgendwo zu beschreiben und er baut, wie wir es von ihm gewohnt sind, sehr routiniert seine Geschichte auf, die – wie in jedem guten Western – im finalen Showdown endet.

OUTLAW ist gebunden (448 Seiten) im Blanvalet Verlag in einer Übersetzung von Wulf Bergner für 19,99 Euro erschienen.

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