Samstag, 21. Januar 2012

MÖRDERISCHE VERSTRICKUNGEN - Angestaubt und arg verhäkelt

Krimi-Rezension von Dani Nimz

Die Frau von Cousin Luke ist mit einem Sektenprediger durchgebrannt. Patricia Anne und Mary Alice helfen Luke bei der Suche nach der verschwundenen Gattin. Dabei treffen die beiden Hobby-Detektivinnen auf eine obskure Sekte, Giftschlangen, Strychnin und – in der Kirche des »Schlangenpredigers« – auf eine Leiche! (Verlags-Info)

Die Schriftstellerin Anne George ist im Jahre 2001 verstorben. Ihre Reihe um die Detektivinnen Patricia Anne und Mary Alice aus Alabama ist schon mehr als 10 Jahre alt und das merkt man ihr leider auch an. 

Zur gleichen Zeit und in vergleichbarer Szenerie erschienen sind Rita Mae Browns Katzenkrimis, die wesentlich mehr Pep haben. Es wirkt alles etwas angestaubt und der Aufhänger dieses Krimis, dass eine verheiratete Frau sich mit einem Sektenführer auf und davon macht, wirkt banal und farblos. Da rennt doch nicht die ganze Familie hinterher - nicht ein mal in Alabama! 

Der Erzählstrang mit der Tochter, die in Warschau lebt, mag auf der anderen Seite des Teiches vielleicht für eine Prise Exotik sorgen, verfehlte diesen Zweck bei mir aber komplett. 

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen)

Mir war das alles insgesamt zu seicht, zu lieblich, zu tüdelig, zu sehr Martha-und-Abby-Charme (Arsen und Spitzenhäubchen) und nicht mal ein Cary Grant in der Nähe...

MÖRDERISCHE VERSTRICKUNGEN ist als Taschenbuch bei dtv (304 Seiten) in einer Übersetzung von Christiane Filius-Jehne für 8,95 Euro erschienen.

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