Freitag, 2. Dezember 2011

GAME - Ideale Lektüre für ein graues Winterwochenende

Krimi-Rezension von Elke Heid-Paulus

Als Henrik Pettersson, kurz HP genannt, noch leicht benommen von der letzten durchzechten Nacht, im Zug nach Stockholm ein Handy findet, steckt er es kurzerhand ein und überlegt, es zu Geld zu machen.

Doch plötzlich erscheinen folgende Worte auf dem Display: "Wanna play a game?" HP zögert, drückt dann aber auf "Yes". Und damit beginnt das Spiel und der allergrößte Nervenkitzel, den er je erlebt hat – bis es irgendwann um sein eigenes Leben geht. (Verlagsinfo)

Dieses Buch wurde von der Schwedischen Krimiakademie als "Bestes Krimidebüt 2010" ausgezeichnet – meiner Meinung nach völlig zu Recht.

Der Autor De la Motte hat zwei Protagonisten, die sein Debüt tragen und die Geschichte im Wechsel aus der jeweiligen Perspektive erzählen: Da ist einmal Henrik Pettersson, der Kleinkriminelle, dessen Welt aus Betrügereien, Videospielen und Blockbustern plus den dazugehörigen Filmzitaten besteht.

Und dann gibt es noch Rebecca Normén, eine Polizistin und Personenschützerin, die offensichtlich durch ein Ereignis in der Vergangenheit traumatisiert wurde und damit noch immer zu kämpfen hat. Wie diese beiden höchst unterschiedlichen Personen zusammenhängen wird erst im Laufe des Thrillers klar und sorgt für zusätzliche Spannung.

Persönliche Meinunng: 4,5 Sterne (von 5 möglichen)

Ohne großes Vorgeplänkel steigt der Autor von Beginn an in die Geschichte ein und nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt in die Zockerwelt der Reality Games.

Und je weiter das Spiel fortschreitet, desto unerwarteter werden die Wendungen im Handlungsverlauf. Verschärft wird das Tempo durch die sehr gekonnt eingesetzten Cliffhanger, die es fast unmöglich machen, das Buch aus der Hand zu legen, weil man unbedingt wissen will, wie die Geschichte weitergeht.

Mit leichter Hand geschrieben und sehr unterhaltsam kommt dieses Erstlingswerk daher – keine große Literatur, aber die ideale Lektüre für ein graues Winterwochenende.

GAME ist als Taschenbuch (423 Seiten) bei Heyne in einer Übersetzung von Ursel Allenstein und Max Adler für 8,99 Euro erschienen.

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