Dienstag, 8. November 2011

ROBIN TOD - Moderner Robin Hood jagt Investment-Banker

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Als in Frankfurt zwei Investmentbanker tot aufgefunden werden jeweils mit einem Pfeil in der Brust rechnet Markowsky, Leiter der Mordkommission, mit einem Serientäter, der die Straßen unsicher macht. Als Leiter der Soko- Robin kümmert sich Andreas Rauscher fortan um den Fall und stößt während der Ermittlungen auf mysteriöse Geldgeschenke, Mordaufrufe in einem Fan-Blog und fremde Federn. Der Fall Robin nimmt eine unerwartete Wendung und endet in einem fulminanten Showdown. (Verlags-Info)

Gerd Fischer lässt seinen bodenständigen Kommissar Andreas Rauscher (ein schöner Name angesichts des hessischen Nationalgetränks Äppelwoi und seiner Vorliebe für dasselbige) in „Robin Tod“ bereits im 4. Fall ermitteln.

Rauscher muss seinen hart erkämpften Urlaub abbrechen, zum großen Verdruss seiner hochschwangeren Lebensgefährtin Elke Erb, wenige Tage vor dem errechneten Geburtstermin.

Seine Dienststelle ist total unterbesetzt und ausgerechnet jetzt tötet ein Mörder mit Pfeil und Bogen 2 Menschen. Beide Opfer gehörten dem zur Zeit "beliebtesten" Berufsstand an, denn sie waren Investmentbanker. Sie haben, für sich und ihre Bank erfolgreich, einer großen Kundenzahl Papiere verkauft, die inzwischen wertlos geworden sind.

Dann wird noch ein dritter Banker nach dem gleichen Modus operandi umgebracht, der mit der Investmentbank der beiden anderen Opfer enge Geschäftsbeziehungen hatte.

In die natürlicherweise hektischen Ermittlungen platzt die Nachricht von einem Internetblog, in dem der Mörder als ROBIN HOOD gefeiert wird, weil er die schlechte Beratung und den Ruin vieler rächt und außerdem die Erlöse aus dem Verkauf der entwendeten PKW der Opfer an einen Kindergarten und weitere soziale Einrichtungen verteilt.

Ein externer IT-Spezialist kann zwar einige Erkenntnisse an die Polizei weitergeben, aber Elke Erb verschwindet nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Rauscher spurlos. Außerdem misslingt eine sorgfältig geplante Fallenstellung und der Täter schlägt stattdessen an einer anderen Stelle erneut zu.

Persönliche Meinung:
4**** (von 5 möglichen)

Ein turbulenter Fall, einsatzfreudige Ermittler, sehr lebendige Personen und eine gut beschriebene Örtlichkeit fesseln den Leser.

Gelungene Krimi-Unterhaltung.

ROBIN TOD ist im B3 Verlag MAINBOOK als Taschenbuch (248 Seiten) für 10,00 Euro erschienen.

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