Mittwoch, 15. Februar 2017

GEFALLENER HELD - Der Kriminalfall Oscar Pistorius als Dokumentation bei ZDFinfo #TrueCrime

© ZDF und RUPERT BINSLEY

TV-Tipp/Tv-Kritik von Nicole Ludwig

Am morgigen Donnerstag (16.02.17) zeigt ZDFinfo von 20:15 - 21:00 Uhr die Dokumention GEFALLENER HELD, in der der ehemalige Sportler Oscar Pistorius  einem britischen Drehteam vor der Urteilsverkündung im Juli 2016 ein Interview gab. Dies ist die Grundlage für diesen Film, der die Vorgänge aus Sicht von Oscar Pistorius erzählt. Eine Woche lang auch hier in der Mediathek zu sehen.

Die Nachricht, die am Valentinstag des Jahres 2013 veröffentlicht wurde, erregte weltweit Aufsehen: Der beinamputierte Spitzensportler Oscar Pistorius, genannt „der Blade Runner“, erschoss seine Freundin Reeva Steenkamp.

Die südafrikanische Polizei verhaftete ihn und man erhob Anklage wegen Mordes. Wenig später kam er bis zur Verhandlung auf Kaution frei. 

Pistorius beharrte durchgängig darauf, das ganze sei ein Unfall gewesen und er habe seine Freundin aus Versehen erschossen, weil er sie für einen Einbrecher hielt. Zeugen hatten am Abend vor den Schüssen lautstarken Streit des Paares gehört und es wurde gemutmaßt, dass er sie aus Eifersucht ermordet hätte.

Im September 2014 wurde Pistorius vom Vorwurf des Mordes freigesprochen, aber wegen fahrlässiger Tötung zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwalt ging in Berufung. Am 6. Juli 2016 wurde Pistorius dann vom Berufungsgericht in Kapstadt rechtskräftig zu sechs Jahren Gefängnis wegen Totschlags verurteilt.

Das Einzigartige an der Reportage auf ZDFinfo ist, dass Oscar Pistorius sich zum ersten Mal öffentlich im Fernsehen zu seiner Tat äußert.

Es gibt Rückblicke in die Kindheit, seine Entwicklung als Leichtathletik-Star und Bilder aus diesen Zeiten. Man erhält Einblicke in seine Gefühlswelt und lernt ein Stück des „Menschen“ Pistorius kennen.

Dabei bleibt es dem Zuschauer überlassen, wie glaubwürdig oder unglaubwürdig er den tränenreichen Bericht hält. Zudem werden Ausschnitte aus der Gerichtsverhandlung gezeigt und Originalaufnahmen des Hauses, in dem die Tat stattfand.

Die Familie des Opfers, Reeva Steenkamp, verweigerte die Mitarbeit an dieser Reportage, es wäre sicherlich interessant -wenn nicht gar interessanter- gewesen, deren Sichtweise der Geschehnisse zu hören.

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