Sonntag, 19. Februar 2017

DIE FÜCHSIN Spur auf der Halde - Neue Folge in der ARD

©WDR/Martin Rottenkolber,

TV-Tipp / TV-Kritik von Hannah Weidthaus

Das Erste zeigt am Donnerstag (23.0.17) um 20.15 Uhr die zweite Folge der Krimi-Reihe DIE FÜCHSIN, "Spur auf der Halde".

Nachdem die Ex-Stasi Spionin Anne Marie Fuchs (Lina Wendel) und der junge Im- und Exporthandler Youssef El Kilali (Karim Cherif) bereits im letzten Jahr ihren ersten unfreiwillig gemeinsamen Fall (DUNKLE FÄHRTE) mit recht unorthodoxen Methoden gelöst hatten, sieht sich Youssef schon als aufstrebender Sherlock Holmes mit florierender Detektei. Mit dabei natürlich "die Füchsin".

Für die Detektei „Fuchs & El Kilali" hat er auch schon Visitenkarten drucken lassen und selbige fleißig an seine Kunden verteilt. Ohne Wissen von Anne Marie Fuchs, versteht sich.

Nicht ohne Erfolg, tatsächlich meldet sich eine Auftraggeberin. Doch Anne Marie, die das Ermittler-Startup für eine Schnapsidee hält, verweigert ihm zunächst jegliche Unterstützung und schickt ihn alleine zur ersten Kundin der "Detektei".

Dumm nur: Bei seiner Ankunft findet er seine Auftraggeberin, Astrid Altmann (Doris Plenert), tot in ihrem Haus, was Kommissar Eisner (Robert Dolle) auf den Plan ruft und es dauert nicht lange, da steckt Youssef auch wieder bis zum Hals in Schwierigkeiten.

Anne Marie muss ihm aus der Klemme helfen, denn alleine wird Youssef weder den Fall lösen noch einer Verhaftung als Hauptverdächtiger entgehen.

Die Geschichte um eine Tote in einem Dorf, das dem Braunkohle-Abbau weichen soll, ist ein wenig schräg, überzogen und streckenweise sehr klischeebehaftet. Die Handlung wirkt auch nicht immer authentisch, steht damit aber im Gegensatz zu den kratzbürstig-spröden Dialogen, denen man gerne folgt.

DIE FÜCHSIN lebt von dem intelligenten Kontrast der beiden Protagonisten, die scheinbar nichts miteinander gemeinsam haben und doch nicht von einander loskommen. Da verzeiht man gerne ein paar Handlungsschwächen .

Die im Hintergrund horizontal erzählte Geschichte der Ex-Spionin, die ihr Kind während einer Haftstrafe verloren hat, zieht sich leider und wirkt durch die karrikaturhafte Zeichnung der Beteiligten eher wie ein Agenten-Comic. Da wäre Straffung ein Gewinn.

Ansonsten jedoch gerne mehr von der sehenswerten Detektei Fuchs & El Kilali.

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