Montag, 14. November 2016

DIE MEISTERDIEBIN - Kein Meisterwerk von Tess Gerritsen


Hörer-Meinung von Nicole Ludwig

Jordan Tavistock lässt sich von einer engen Bekannten überreden, eine Reihe für sie sehr kompromittierender Briefe aus dem Haus ihres Liebhabers Guy Delancey zu entwenden. 

Nachts bricht er in dessen Haus ein und erlebt eine Überraschung. Er trifft auf Clea Rice, die sich ihrerseits als Einbrecherin Zutritt verschafft hat. Auch ihre Gründe sind nachvollziehbar, sie ermittelt in einem Fall von vermutlichem Versicherungsbetrug: Das „Auge von Kaschmir“, ein legendärer Dolch soll bei einem Schiffsunglück versunken sein. Die Umstände sind dubios, die antiquarische Waffe könnte bei Guy Delancey zu finden sein. 

Durch das Zusammentreffen mit Jordan und dem plötzlichen Auftauchen des Butlers muss Clea ihre Suche vorerst abbrechen. Sie beschließt, sich auf andere Weise Zutritt zu verschaffen und setzt ihre weiblichen Reize verstärkt ein.

Ein absolut untypisches Hörbuch von Tess Gerritsen

So sehr ich ihre ersten Bücher/Hörbücher mag, so wenig konnte ich mich mit Clea Rice und der Art der Story anfreunden. Schon in den ersten Minuten geht es hauptsächlich um die erotische Ausstrahlung der Protagonistin und deren körperliche Auswirkung auf Jordan. 

Man erwartet von einem Krimi üblicherweise in erster Linie Spannung und Raffinesse und keine „unglaublich sexy“ aussehenden Protagonisten.

Ein Klischee jagt das nächste und selbst der Schluss passt eher zu einem Liebesroman aus einer Boulevardzeitung.

Schade, aber das Hörbuch erweckt leider nur den Eindruck, dass Tess Gerritsen versucht, mit „Sex sells“ auf den "Romantic Suspense-Zug aufzuspringen", was ihr nicht gut gelingt.

DIE MEISTERDIEBIN ist kein „Tess Gerritsen-Meisterwerk“.

Autorin: Tess Gerritsen
Verlag: HarperCollins bei Lübbe Audio
gekürzte Lesung
6 Audio CD mit 409 Min
Auflage: September 2016
Sprecher: Michael Hansonis 
Preis: 16,99 Euro 

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