Freitag, 14. Oktober 2016

KOMMISSAR BECK Neue Staffel im ZDF - Ohne Gunvald, aber der Neue überzeugt

© ZDF und Baldur Bragason
TV-Tipp / TV-Kritik von Hannah Weidthaus

Die schlechte Nachricht zuerst:
In diesem zweiten Teil der 5. Staffel von KOMMISSAR BECK (ab Sonntag, 16. Oktober, 22.00 Uhr) mit 4 neuen Folgen verlässt Mikael Persbrandt die Serie und eingefleischte KOMMISSAR BECK-Fans wird das zunächst sehr schmerzen.

Es ist kein Spoiler, weil es direkt am Anfang der ersten Episode passiert, die sogar so heißt: "Schüsse auf Gunvald". Mikael Persbrandt  ist hier nur noch am Anfang in einer kurzen Sequenz zu sehen.

Die Filme dieser TV-Serie entstanden nach Motiven der Romane von Maj Sjöwall und Per Wahlöö, haben aber im Grunde nicht mehr viel mit den ursprünglichen Kriminalromanen aus den Jahren 1965-1975 zu tun.

Schüsse auf Gunvald (16. Oktober, 22.00 Uhr)
Der Journalist Jakob Wivel wird ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Kommissar Beck und sein Team beginnen zu ermitteln. Weder das Notebook noch das Handy des Toten sind zu finden. Hat er Drohungen aus der rechtsextremen Szene erhalten? Als Gunvald zu Wivels Haus fährt, um eine Zeugin zu befragen wird er angeschossen und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Der Neue (23. Oktober 2016, 22:00 Uhr)
Das Team von Kommissar Beck steht unter Schock. Da kommt der neue Kollege Steinar Hovland, Halb-Norweger. Viel Zeit zum Eingewöhnen hat er nicht, in einem völlig ausgebrannten Wohnwagen wird eine verkohlte Leiche entdeckt. Wie sich herausstellt, ist der Campingplatz, auf dem der Wagen stand, einigen Anwohnern ein Dorn im Auge, da sich dort Drogensüchtige tummeln. Hat die rechtsradikale Nachbarschaftswache etwas damit zu tun?

Tödliche Sackgasse (30. Oktober 2016, 22:00 Uhr)
Der ehemalige Polizist Rickard Birgersson wird erschossen in seinem Haus aufgefunden, ebenso seine Frau und sein kleiner Sohn. Mord aus Rache? Dann stellt sich heraus, dass Rickard während seiner Dienstzeit nicht sauber gespielt hat, und dass er einen Informanten namens Santos in der Szene hatte, der vor vier Jahren nach einem Überfall auf einen Geldtransporter mit der Beute verschwunden ist. Chef Klas Fredén, der damals die Ermittlungen gegen Santos und seine Komplizen geleitet hat, scheint nicht an einem Aufrollen des alten Falls interessiert zu sein.

Zahltag (6. November 2016, 22:00 Uhr)
Zwei Verkehrspolizisten verfolgen einen Wagen, der auf Anweisung nicht angehalten hat. Schließlich stoppt er doch, der Fahrer steigt aus und schießt unvermittelt auf die beiden Beamten. Der Halter des Wagens wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Doch es gibt weitere Opfer, die in die Abschlussklasse der Schule führen, auf die auch Steinars Tochter geht. Werden sie einen Amoklauf noch verhindern können?

Und jetzt die gute Nachricht:
Der Neue, Steinar Hovland (Kristofer Hivju) macht seine Sache richtig gut. Er ist zunächst der komplette Gegenentwurf zu Gunvald. Der rothaarige Wikinger-Typ mit Bart und langem Haar (seit Varg Veum weiß man um norwegische Frisurprobleme ;-) hat nichts von Gunvalds Eleganz, allerdings auch nichts von dessen Arroganz.

Steinar ist ein clever agierender Ermittler mit hoher sozialer Kompetenz, die in Verhören von Verdächtigen schnell als Dummheit falsch eingeschätzt wird. Ihn interessiert ernsthaft das Wohlergehen seiner Kollegen und er lässt sich nicht vor Klas Fredéns Karren gegen Beck spannen.  Und doch hat er etwas mit seinem Vorgänger gemein: Er ignoriert angeordnete Vorgaben, wenn er sie für falsch hält und ist nicht gewaltfrei in seinen Methoden.

Die Fälle dieser Staffel sind wie gehabt. Becks Nachbar in Orange, Valdemar Grannen, gibt wieder mehr oder weniger hilfreiche philosophische Tipps und es gibt natürlich wieder ein paar private Probleme, so z.B. Becks Schwärmerei für die Pathologin, Oskars Ehe und Steinars Teenager-Tochter. Mit Ayda Çetin ist auch die virtuelle Welt ins Beck-Universum integriert worden. Alles in allem wäre das Team jetzt für eine neue Generation der TV-Serie aufgestellt.

Doch die letzte Folge, ZAHLTAG, hält noch eine Überraschung bereit, die KOMMISSAR BECK-Fans beunruhigen wird oder auch nicht... 

Martin Beck - Peter Haber
Steinar Hovland - Kristofer Hivju
Oskar Bergman - Måns Nathanaelson
Inger Beck - Rebecka Hemse
Nachbar Valdemar - Ingvar Hirdwall
Jenny Bodén - Anna Asp
Ayda Çetin - Elmira Arikan
Klas Fredén - Jonas Karlsson

Kommentare:

  1. Gunvald war mein Held, sehr, sehr schade das er nicht mehr dabei ist.

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    1. Ja, wir waren auch betrübt, allerdings war Persbrandt wiederholt in ein Drogendelikt verwickelt, was vielleicht den ungewöhnlich schnellen Abgang erklärt

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  2. Ohne Gunvald ist es nicht mehr wie früher. Neben Peter Haber war der Schauspieler mein Lieblingsdarsteller in der Serie. Die Folgen ohne ihn werde ich mir wohl nicht mehr anschauen.

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  3. leider ist es sehr sehr schade das gunvald nicht mehr mit spielt er war so toll drauf auch mit seiner aroganz was ja gerade so toll war denn es ist nun mal ein cooler typ es fehlt einfach die spannung und die tolle art von ihm, außerdem war er der bestausehenste mann den es gibt !!!

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    1. Na ja, darüber lässt sich streiten ;-)

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    2. Warum lässt man solchen guten s
      Schauspieler gehen sehr schade war der beste Mann bei Beck ohne ihn ist es nicht mehr wie es war als Gunvald spielte seine Aktion war der Hammer in jeder Sendung ich wünsche ihm alles Gute hoffe er liest wie seine Fans traurig sind

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    3. Es ist natürlich auch schwierig einen Schauspieler, der selbst mehrfach wegen Kokainbesitzes verurteilt wurde, sogar zu 5 Monaten Gefängnis, glaubhaft einen Kommissar spielen zu lassen, der Drogendealer jagt. Von dem Ausfallrisiko eines solchen Schauspielers gar nicht zu reden...

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  4. Ich finde esauch sehr schade,Kommissar Beck ohne Gunvald ist einfach nicht mehr dasselbe!Aber ich gebe seinem Nachfolger eine Chance.Mich würden die Gründe für das Hinausschreiben von Mikael Persbrandt interessieren.

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