Samstag, 15. Oktober 2016

HATTINGER UND DER NEBEL - Zweiter Chiemsee-Krimi im ZDFmit Michael Fitz

© ZDF und Marco Nagel
TV-Tipp / TV-Kritik von Hannah Weidthaus

"Hattinger und der Nebel – Ein Chiemseekrimi" läuft als "Fernsehfilm der Woche" am Montag (17.10.16) um 20.15 Uhr im ZDF nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Bogenberger .

Ursula Kammler entdeckt in ihrer Autowerkstatt die Leiche ihres Bruders, Joe Kammler. Beim Dezernat für Wirtschaftskriminalität führt man bereits seit Jahren eine Akte wegen merkwürdiger Geschäftspraktiken von Joe Kammler, nachweisen konnten sie ihm bisher jedoch nichts.

Sarah Beck, attraktive Sekretärin des Mordopfers, hilft Hattinger, das Geflecht der privaten und geschäftlichen Beziehungen zu durchschauen: Der Ermordete war nicht nur ein Schürzenjäger, er scheint auch gemeinsame Sache mit einem dubiosen Banker gemacht zu haben, um günstig an Immobilien zu kommen.

Kommissar Hattinger erliegt Sarahs erotische Ausstrahlung und lässt sich auf eine Affäre mit der mysteriösen Frau ein.

Ein paar Tage später wird ein neues Mordopfer aufgefunden. Und es bleibt nicht das einzige. Was haben Hattinger und sein Team bei den Ermittlungen übersehen? Kann Hattinger Sarah Beck trauen?

Im zweiten Chiemseekrimi (nach HATTINGER UND DIE KALTE HAND 2013) mit Michael Fitz als Hattinger nimmt die Rolle des Kommissars langsam Gestalt an. Im ersten Chiemsee-Krimi, spielte Edgar Selges Schauspiel-Präsenz Michael Fitz etwas in den Hintergrund.

Bedauerlicherweise liegen zwischen dem ersten und dem zweiten Teil drei Jahre, so dass es wahrscheinlich den meisten Zuschauern schwerfällt an die vorangegangene Geschichte anzuknüpfen, doch man kann der neuen Handlung trotzdem gut folgen.

Michael Fitz macht sich (genauso wie in DIE TOTEN VON SALZBURG) sehr gut in seiner Rolle als Kommissar und Vater, man möchte ihn öfter in Krimis sehen, seit er den TATORT verlassen hat.

Die Story ist gut aufgebaut (wenn auch nicht immer völlig glaubhaft), die Dialoge sind z.T. witzig, das Team erfreulich normal und fotografisch schöne Landschaftbilder vom Chiemsee nebst Musik runden dazu das Krimi-Erlebnis ab. Obwohl man sich fragt, wieso Kommissaren immer Lovestories mit attraktiven Zeuginnen zugedacht werden müssen, deren Verlauf inzwischen sowieso vorprogrammiert zu sein scheint.

Sehr schön gemacht ist, dass der erste Mord in der Werkstatt nicht zu sehen ist, sondern nur zu hören. Und das erzeugt gruseligere Kopfbilder als jedes blutige Detailbild. Das Geräusch gibt es übrigens makabererweise gleich zweimal zu hören.

Erfrischend: Hanna Plaß als Hattingers Tochter, die sie glaubhaft und mit viel Wärme spielt.

Drehbuch:  André Georgi, frei nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Bogenberger

Kamera: Andreas Doub
Musik: Alex Komlew
Regie: Viviane Andereggen

Kommissar Hattinger - Michael Fitz
Sarah Beck - Jessica Schwarz
Andrea Erhard - Bettina Mittendorfer
Karl Wildmann - Golo Euler
Bamberger - Gerhard Wittmann
Lena Hattinger - Hanna Plaß
Ursula "Uschi" Kammler - Anna Maria Sturm
Beni Staller - David Zimmerschied
Harald Strenger - Lambert Hamel
Johanna Strenger - Natalia Rudziewicz
und andere

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.