Freitag, 16. September 2016

ARNE DAHL - Neue Staffel mit 3 Thrillern im ZDF

© ZDF/Harald Gunnar Paalgard
TV-Tipp / TV-Kritik von Hannah Weidthaus

Ab Sonntag, (18.09,16) 22:05 Uhr werden drei neue Folgen mit Thrillern von Arne Dahl im ZDF ausgestrahlt:

Ungeschoren (Sonntag, 18. September 2016, 22:05 Uhr)
Die A-Gruppe wird wieder ins Leben gerufen, diesmal unter Leitung von Kerstin Holm (Malin Arvidsson). Paul Hjelm (Shanti Roney) ist inzwischen als interner Ermittler eingesetzt, um Anzeigen gegen Polizisten nachzugehen.

Eine brutale Mordserie an polnischen Frauen, die sich in Schweden versteckt hielten, muss aufgeklärt werden. Alle Frauen waren Zeugen in einem Verfahren gegen die polnische Mafia. Drei von ihnen wurden innerhalb weniger Tage ermordet aufgefunden, zwei weitere werden vermisst, ihr Schicksal ist ungewiss.

Totenmesse (Sonntag, 25. September 2016, 22.00 Uhr)
In Stockholm wird eine Bank überfallen. Mitten drin: Kerstin Holm. Sie ist unerkannt unter den Kunden und wird zusammen mit anderen als Geisel genommen. 

Mit Hilfe eines SWAT-Teams kann die A-Gruppe die Bank stürmen und ihre Chefin befreien. Doch die Räuber sind nach der Stürmung des Gebäudes spurlos verschwunden. Außerdem scheint auch einer der Räuber unter den Bankkunden gewesen zu sein...

Dunkelziffer (Sonntag, 2. Oktober 2016, 22.00 Uhr)
Eine Mordserie hält Belgien und Schweden gleichermaßen in Atem: Mehrere junge Schwedinnen verschwinden und werden kurz darauf tot am Stadtrand von Brüssel gefunden werden,  eine Motorradgang wird verdächtigt. Ein deutliches Muster für die Vorgehensweise der Taten wird erkennbar, nachdem die junge Lykke während eines Schulausfluges verschwindet. Die Mordserie ruft Kerstin Holm (Malin Arvidsson) und ihre A-Gruppe auf den Plan. 

In der A-Gruppe hat es personelle Veränderungen gegeben. Die Handlung zentriert sich nicht mehr um Paul Hjelm, er hat die A-Gruppe verlassen, um in der Abteilung "Interne Ermittlungen" gegen Polizisten zu ermitteln. Trotzdem kreuzen sich seine Wege immer wieder mit denen seiner ehemaligen Kollegen.

Nicht mehr dabei: Viggo Norlander. Neu dabei: die junge und noch unerfahrene Ida Jankowicz (Natalie Minnevik).

Das Abteilungs-Beziehungs-Karussell dreht sich in dieser Staffel. Holm & Hjelm sind zu Beginn noch fest liiert, kurz darauf jedoch schon nicht mehr, es gibt bereits einen Nachfolger für Hjelm in Kerstins Leben. Jorge & Sara sind inzwischen verheiratet mit Kind. Doch auch hier bahnen sich Probleme an.

Im Übrigen ist alles wie in den Arne Dahl-Staffeln zuvor. Die blutig-brutalen Verbrechen mit komplexen Hintergründen und einer Vielzahl Agierender sind im Wesentlichen wieder spannend konstruiert, was einen über Schwächen in Logik oder Realitätsnähe hinwegsehen lässt. Wobei "Totenmesse" in Sachen Spannung wegen der "gestrickten" politisch-geschichtlichen Story doch etwas schwächelt.

Dafür nimmt "Dunkelziffer" wieder richtig Fahrt auf und endet mit einer überraschend dramatischen Wende für die A-Gruppe, die auf die nächste Staffel mit Arne Dahl-Thrillern hoffen lässt.

Nur am Rande: Mir hat der Vorspann (Musik von Niko Röhlke / Song: "Darkest Star" mit Tiare Helberg) gut gefallen.

Die Sendungen sind vom ZDF als "nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet" gekennzeichnet.

Darsteller
Kerstin Holm - Malin Arvidsson
Ida Jankowicz - Natalie Minnevik
Paul Hjelm - Shanti Roney
Jorge Chavez- Alexander Salzberger
Gunnar Nyberg - Magnus Samuelsson
Sara Svenhagen - Vera Vitali
Arto Söderstedt- Niklas Åkerfelt

Musik- Niko Röhlcke

Kommentare:

  1. Zum ersten und letzten Male schauten wir gestern Abend einen Arne-Dahl-Streifen an (Totenmesse). Wir fanden das sehr enttäuschen, da neben der mangelnden Logik und dem unrealistischen Plot (was wir aber erwarteten, da heute üblich) viel zu viel Soupopera um die Ermittler gespielt wurde. Lange Phasen dachten wir nur, dass es hoffentlich endlich einmal wieder zum Thema ginge. Die verkrampften Privatgeschichten (austauschbar zwischen vielen Serienproduktionen) dehnden den Film unnötig auf. So wurden aus einer Stunde Handlung 1 Std. und 45 Minuten,; definitiv viel zu lang für den dürftigen Inhalt. Also: Nie wieder!

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  2. Sie haben leider wirklich den schwächsten Film aus dieser Staffel gesehen. Die privaten Verwicklungen und ihr nötiger Stellenwert sind sicher schwer zu verstehen, wenn man erst an dieser Stelle ins Geschehen einsteigt. Skandinavische Thriller/Krimis orientieren sich nur selten an Logik oder Realismus. Das sollte man vielleicht generell vorher wissen.

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  3. Danke für den uns einleuchtenden Hinweis und die sachliche Erläuterung. Wir bedauern ohnehin auch bei der Deutschen Krimilandschaft, dass immer mehr die privaten Umstände der Ermittler im Mittelpunkt stehen.Wir meinen, dass es schon genug Familien- und Beziehungsserien gibt (GZSZ, Marienhgof, Lindenstraße, Traumschiff,Pilcher usw.), die eigentlich den Bedarf an solchem Stoff ausreichend stillen. Unser Vorschlag ist: "Back to the roots!"

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