Dienstag, 3. November 2015

ZORN Wo kein Licht - Dritter Claudius Zorn-Fall in der ARD

© MDR/Steffen Junghans

TV-Tipp / TV-Kritik von Liane Liebenrath
Das Erste zeigt am Donnerstag (05.11.15) um 20:15 Uhr den dritten Fall aus der CLAUDIUS ZORN-Reihe von Stephan Ludwig: ZORN - Wo kein Licht" (ARD Degeto/MDR).

Zorn (Stephan Luca), Hauptkommissar, und sein Assistent Schröder (Axel Ranisch) müssen sich diesmal um eine Leiche in der Saale bei Halle kümmern. 

Der Tote weist eine Schusswunde auf, alles deutet auf Selbstmord. Nur warum sollte ein Selbstmörder in die Mitte einer Brücke über die Saale laufen und sich dort erschiessen um dann ins Wasser zu fallen? Noch dazu wo der Tote Staatsanwalt Meinolf Grünbein war  und seine Wohnung bei näherer Inspektion nach seinen Tod komplett verwüstet ist. Seinem Anrufbeantworter nach wurde er massiv bedroht und verfolgt, ein Selbstmord zu dem er genötigt wurde, ist also nicht auszuschliessen.

Während Zorn noch mit der neuen Situation hadert, dass die zuständige Staatsanwältin Frieda Borck (Alice Dwyer) mit dem gerade angekommenen Mann vom BKA Jan Czernyk (Barnaby Metschurat) ein Verhältnis hat und nicht einmal sie weiß, wogegen dieser  innerhalb der Kollegenschaft in Halle ermittelt, hat es Schröder zusätzlich mit einer komplizierten Familiensituation zu tun.

Als alle, bis auf Zorn (der eine Unterhaltung mit dem obdachlosen „Lampenmann“ führt) bei einer Imbissbude vor dem Polizeirevier stehen und Kaffee bestellen, fährt ein Mercedes mitten in die Menge und erwischt Schröder. 

Der ist mit einer Gehirnerschütterung außer Gefecht gesetzt und Zorn erfährt, welche schwerwiegenden Probleme es mit Schröders Eltern gibt. Zorns Haltung gegenüber Schröder mag oft abwertend und ruppig sein, er weiß aber, was er an Schröder hat. 

Wo liegen die Zusammenhänge zwischen einem toten Staatsanwalt, einem mittlerweile verschwundenen Richter und einem Immobilienhai namens Elias de Koop, dessen Anwalt in ein Attentat verwickelt ist?

Spannung, vom Anfang bis zum Ende, dazu Beziehungschaos, Familienverwicklungen, Krankheiten und Korruption erwarten den Zuschauer in ZORN - Wo kein Licht.

Schlüssig ist die Handlung von Beginn bis zum Ende, besonders Schröder (Axel Ranisch) ist hervorzuheben, ein Mann, der als Kollege und Familienmensch zu einer besonderen Kategorie gehört. 

Eine ausgezeichnete Nebenrolle spielt der „Lampenmann“ (Paul Fassnacht), skurril aber authentisch. Beste Unterhaltung mit ausgezeichneter Besetzung.

Zorn - Stephan Luca 
Schröder - Axel Ranisch 
Frieda Borck - Alice Dwyer 
Malina - Katharina Nesytowa 
Jan Czernyk - Barnaby Metschurat 
Elias de Koop - Tonio Arango 
Lampenmann - Paul Faßnacht 
Herr Schröder - Christian Grashof 
Frau Schröder - Monika Lennartz u.a. 

Buch: Stephan Ludwig, Benjamin Hessler 
Regie: Christoph Schnee 
Kamera: Diethard Prengel 
Szenenbild: Jörg Baumgarten 
Kostüm: Ulla Gothe 
Produzent: filmkombinat/Jens Körner 
(ARD Degeto)

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