Dienstag, 20. Oktober 2015

NORD BEI NORDWEST "Der Wilde Sven" - Neue Folge der Krimi-Serie mit Hinnerk Schönemann (ARD)

© NDR/Gordon Timpen
TV-Tipp / TV-Kritik von Liane Liebenrath

In der Krimi-SerieNord bei Nordwest" zeigt die ARD die 2. Folge mit dem Titel "Der wilde Sven" am Donnerstag ( 22.10.15) um 20:15 Uhr im Ersten.

Nachdem Hauke Jacobs (Jinnerk Schönemann) bereits im November 2014 in der Folge KÄPT'N HOOK seinen Polizeijob an den Nagel gehängt hatte, um im (fiktiven) norddeutschen Küstenort Schwanitz eine Tierazt-Praxis zu übernehmen, wird er erneut in einen Fall verwickelt:

Eine beschwingte Putzfrau beginnt ihre Arbeit in einem schicken Einfamilienhaus, eine Schildkröte wandert wie ein Hündchen durch die Räume, wäre da nicht eine Leiche im Schlafzimmer,  der Tag wäre perfekt.

So aber liegt Herr Selchow tot in seinem Bett, dank der Zusammenarbeit der einzigen Polizistin in Schwanit, Lona Vogt ( Henny Reents) und dem örtlichen Tierarzt Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) ist bald klar, dass das Opfer ertrunken ist, in Süßwasser, das noch dazu mit Rosenpollen versetzt war.

Schwanitz liegt auf der Ostsee Halbinsel Priwall und ist mit einem Fluch belegt, so meint die Bevölkerung. Der wilde Sven, ein gefürchteter, brandschatzender Wikinger, wurde von den Bewohner von Schwanitz mit Lichtern im Nebel in die Irre geführt und gefasst. 

Alle 7 Jahre, seit Svens Fluch, holt sich Sven am 24. und 25. Februar zwei Menschen. Der erste wäre mit Selchow erledigt, nur wer wird der Zweite sein?

Dass der Tierarzt auch Polizist war, aus Hamburg kommt und ledig ist, dass wissen dank der nicht vorhandenen Einhaltung der Privatsphäre alle in dem Ort. Dass Hauke Jacobs aber ein noch viel größeres Geheimnis mit sich herumträgt ahnt niemand.

Lona Vogt quält auch noch immer der Tod ihrer Freundin Melanie, die genau vor sieben Jahren ums Leben kam, und gemeinsam mit Jacobs beginnt die Jagd auf die Mörder der Vergangenheit und der Gegenwart.

Wabernde Nebel in der wunderschönen Szenerie der Ostsee, der Ort in Grau gehüllt, dazu zwei temperamentvolle rothaarige Frauen, nämlich Jacobs und die Tierarztassistentin Jule Christiansen (Marleen Lohse) ergeben eine schöne fotografische Gesamtkomposition.

Eine Kuh, die Gabi heißt und nicht fressen will, trauernde Eltern von Melanie die sich mit Gedanken der Selbstjustiz tragen und ein Pastor, der nicht nur für das Seelenheil seiner Gemeinde zuständig ist, bereiten dazu einen unterhaltsamen Krimi-Abend mit spannenden, wenn auch hier und da überdrehten, 90 Minuten.

Es ist nicht erforderlich, den Vorgänger KÄPT'N HOOK gesehen zu haben, es erleichtert aber das Verständnis der Zusammenhänge sehr.  NORD BEI NORDWEST hätte es verdient, dass es schnellere Fortsetzungen gibt, auf die man nicht wieder fast ein Jahr warten muss wie auf DER WILDE SVEN. Bei solchen Zeitabständen zwischen den Folgen geht leider der durchgehende Handlungs-Faden  der horizontal erzählten und durchaus komplizierten Geschichte verloren.

Hauke Jacobs - Hinnerk Schönemann 
Lona Vogt - Henny Reents 
Jule Christiansen - Marleen Lohse 
Reimar Vogt - Peter Prager 
Mehmet Ösker - Cem-Ali Gültekin 
Tim Schlagmann - Hans-Uwe Bauer 
Jörn Overkott - Markus Gertken 
Claudia Bittner - Johanna Gastdorf 

sowie Rainer Piwek, Friedhelm Ptok, Torsten Michaelis, Christian Rudolf u. v. a. 

Regie: Jochen Alexander Freydank 
Drehbuch: Holger Karsten Schmidt 
Kamera: Philipp Timme 
Schnitt: Bernd Schriever 
Szenenbild: Marion Strohschein, Peter Bausch 
Visuelle Effekte: Christoph Hierl 
Musik: Stefan Hansen
Produktionsleitung: Joshua Lantow 
Produzentin: Claudia Schröder 
Redaktion:
Donald Kraemer, NDR 
Katja Kirchen, ARD Degeto

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