Freitag, 9. Oktober 2015

DER KREIS DES TODES - So plastisch realistisch wie das Thriller-Cover


Krimi-Tipp von Jörg Völker

Im Thriller DER KREIS DES TODES setzen sich die beiden männlichen Hauptpersonen sehr stark mit dem Thema Schuld und Sühne auseinander.

Nach dem Tod seiner Frau Marie reist Alex durch die Welt, ohne Rast und Ruhe. Er kann sich nirgendwo für längere Zeit niederlassen. Er fühlt sich schuldig an Maries Tod. Nach seiner Meinung hat er es unterlassen, ihr rechtzeitig zu helfen.

Detektiv Kearney in Leeds leidet unter immer wiederkehrenden nächtlichen Albträumen. Er muss sich zur Zeit um den Fall einer verschwundenen jungen Frau kümmern. Er befürchtet, dass sie Opfer einer Mordserie werden könnte, deren blutige Taten an das Vorhandensein von Vampiren denken lassen. 

Die Opfer werden immer völlig ausgeblutet gefunden. Leichtsinnigerweise hatte er dem Ehemann der verschwundenen Sarah das Versprechen gegeben, die Frau noch rechtzeitig zu finden.

Während der Eine ruhelos umherirrt, stürzt sich der Andere in die Arbeit, ohne Erholungspause.

Alex erfährt aus dem Fernsehen, dass seine Freundin Sarah verschwunden ist. Vermutlich sei ihre Leiche aufgefunden worden. Sein Bruder wird als Täter verhaftet. Sofort bricht er seine Flucht ab und kehrt nach Leeds zurück.

Sowohl Detektiv Kearney als auch Alex begeben sich unabhängig voneinder auf die Suche nach der Verschwundenen bzw. den Tätern. 

Ihre angegriffene seelische Verfassung wird dem Leser durch die Schilderung der Ereignisse detailliert dargestellt. Er kann gut nachempfinden, wie sie ungeachtet ihrer starken Handicaps über sich hinauswachsen, um helfen zu können. 

Sie decken dabei Zusammenhänge und Vorkommnisse auf, die auch jeden völlig gesunden und stabilen Menschen an seine Grenzen bringen können. Traurige menschliche Schicksale sind für einige betuchte Mitmenschen eine Quelle perversen Lustgewinns.

Der Autor Steve Mosby beschreibt diese Ereignisse, die nichts für zarte Gemüter sind (wie auch das Buch-Cover), sehr plastisch. Sie entspringen keineswegs seiner Phantasie, wie er im Nachwort ausführt, sondern sind der Wirklichkeit nachempfunden.
Autor: Steve Mosby
Format: broschiert
Seitenzahl: 432
Verlag: Droemer TB
Übersetzung: Doris Styron
Preis: 14,99 €
eBook-Version: 12,99 €

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