Sonntag, 30. August 2015

HOW TO GET AWAY WITH MURDER - Neue Crime-Drama-Serie bei VOX

© VOX/ABC Studios
Fernseh-Tipp / Fernseh-Kritik von Liane Liebenrath

Neu: Mittwochs (ab 02.09.15) um 20:15 zeigt VOX die synchronisierte Fassung der ersten Staffel der Erfolgsserie HOW TO GET AWAY WITH MURDER, die vorab auf RTL Crime lief.

Annalise Keating, Staranwältin, ist Dozentin an der Middleton Law School. Ihr Kurs „Einführung in das Strafrecht“ wird von ihr selbst in „How to get away with Murder“ umbenannt (Wie man mit Mord davonkommt), ihre Lehrinhalte beschäftigen sich weniger mit Theorie als mit Praxis.

Zuerst lässt sie die ganze Klasse an einem aktuellen Fall arbeiten, wählt dann daraus die besten Fünf aus und mit diesem Team setzt sie die Verteidigungsarbeit fort. Eine Rechtsanwältin, Bonnie Winterbottom, und Frank Delfino, der kein Anwalt ist, aber Tätigkeiten jeglicher prekärer Art für Annalise erledigt, gehören zum Inventar der Kanzlei, die sich gleichzeitig in dem riesigen Haus von Annalise befindet.

Dort wird gearbeitet und gewohnt, auch die Studenten finden bald ihre Plätze und als zusätzlichen Anreiz gibt es eine Statue von Annalise für den besten Studenten, eine Art Wanderpokal in Form von Justitia. Zwischen all dem lebt auch noch Sam Keating, Dozent für Psychologie und Ehemann von Annalise.

Der erste Fall, die Aspirin Mörderin, wird durch eifrige Ermittlungsarbeit der Studenten und eine provokante Verteidigungshaltung von Annalise gewonnen. Was sich jedoch ständig einmischt ist das Privatleben aller Beteiligten. Das Haus von Annalise scheint wahrlich zu vibrieren vor zwischenmenschlicher Beziehungen.

Sowohl Annalise als auch ihr Mann Frank halten es mit der ehelichen Treue nicht so genau und beschwören damit ein Drama herauf als es herauskommt.

In fünfzehn Folgen der ersten Staffel begleitet man Annalise nicht nur durch diverse Prozesse sondern auch durch ihr Beziehungsdrama, das mit mehreren Toten in ihrem eigenen Umfeld endet.

How to get away with Murder“ arbeitet zunächst mit Vorschauen, im letzten Drittel der Serie später mit Rückblenden. So wird einem bereits in der ersten Folge klar, dass einer der Hauptdarsteller bald nicht mehr lebend im Haus unterwegs sein wird und man darf dessen Beseitigung beiwohnen.

Es folgen episodenübergreifend so viele Beziehungen zwischen Studenten verschiedener Fakultäten, mit der Dozentin, der Polizei und vielen anderen, dazu noch dramatische Beendigungen, Wiederaufnahmen, neuerliche Schlussszenen, dass es doch einiger Aufmerksamkeit bedarf, um die horizontal erzählte Handlung bis zum Ende verfolgen zu können.

So sind die Studenten selbst auch in einen Kriminalfall verwickelt, mit Annalise als Verdächtigen. Außerdem ist ihr Geliebter verdächtig, ihr Ehemann verschwunden, die Schwägerin als Racheengel aufgetaucht u.v.m.

Lügen über Lügen, die jeweiligen Kriminalfälle in den einzelnen Serienteilen erscheinen dabei direkt überraschend logisch in ihrer Lösung.

Sehenswert ist die Rückverwandlung von Annalise, von der toughen Staranwältin zur Afro-Amerikanerin ohne Perücke, falsche Wimpern, Schminke und perfekte Kleidung. Dazu gehört Mut als Schauspielerin, den Viola Davis grandios beweist.

Das Ende von „How to get away with Murder“ bleibt allerdings teilweise offen und lässt die zweite Staffel erwarten.

Viola Davis - Professor Annalise Keating, J.D.
Billy Brown - Detective Nate Lahey
Alfred Enoch - Wes Gibbins
Jack Falahee - Connor Walsh
Katie Findlay - Rebecca Sutter
Aja Naomi King - Michaela Pratt
Matt McGorry - Asher Millstone
Karla Souza - Laurel Castillo
Charlie Weber - Frank Delfino
Liza Weil - Bonnie Winterbottom 

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