Sonntag, 28. Juni 2015

DIE STILLE KAMMER (Hörbuch) - Vorhersehbar und unglaubwürdig

Autorin: Jenny Blackhurst
Verlag: Lübbe Audio
Auflage: Mai 2015
Sprecherin: Tanja Geke
6 Audio CD mit 456 Min.
gekürzte Lesung
Preis: 16,99 Euro
Krimi-Rezension:

Susan Webster hat 4 Jahre im Gefängnis verbracht. Einst eine erfolgreiche Architektin, liebevolle Ehefrau und Mutter, soll sie ihren kleinen Sohn Dylan ermordet haben. Susan hat keinerlei Erinnerung an die Tat, gesteht ihre Schuld aber ein. 

Nach ihrer Entlassung aus der Haft will sie mit einer neuen Identität in einem fremden Ort ein neues Leben beginnen. Es dauert nicht lange und ihre Vergangenheit holt sie ein. Jemand schickt ihr ein Foto von einem kleinen Jungen. Auf der Rückseite steht „Dylan Januar 2013“. 

Ist es möglich, dass ihr kleiner Sohn noch lebt? Was passierte damals in der Nacht, an die sie keinerlei Erinnerung mehr hat? Wer weiß, dass sie jetzt einen neuen Namen hat und wo sie wohnt? 

Susan weiß nicht mehr, wer ihr Freund und wer ihr Feind ist. Zusammen mit dem Journalisten Nick begibt sie sich auf Spurensuche.

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne 
(plus ein Extra-Sternchen für Sprecherin Tanja Geke)

Dieses Erstlingswerk der Autorin Jenny Blackhurst konnte mich leider nicht nachhaltig beeindrucken. 

Die Erzählung fordert von Beginn an sehr viel Aufmerksamkeit des Hörers. Zwischen einzelnen Kapiteln wird eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählt, von der man erst sehr spät versteht, wie sie in die Gesamt-Story passt. 

Man hat eine Vorahnung, wie die Erzählstränge zusammenpassen und letztendlich kommt es dann auch genau so wie erwartet.

Auf mich wirkten die Protagonistin und auch die Nebenfiguren eher farblos und teilweise dumm bis naiv. Vieles war vorhersehbar und richtige Überraschungen gab es trotz vieler Verwicklungen in der Geschichte nicht. 

Das Ende wirkte konstruiert und nicht sehr glaubwürdig. Der Titel passt meines Erachtens überhaupt nicht, eine „stille Kammer“ kommt zumindest in der deutschen Fassung des Hörbuches nirgendwo vor.

Es war der Sprecherin Tanja Geke zu verdanken, dass ich trotzdem gerne zugehört habe.

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