Dienstag, 17. März 2015

WIENER TOTENLIEDER (Hörbuch) - Wenig Wien, wenig Krimi, dafür viel privates Chaos

WIENER TOTENLIEDER
Autorin: Theresa Prammer
Verlag: Hörbuch Hamburg
Auflage: März 2015
Sprecherin: Vanida Karun
gekürzte Lesung
6 Audio CD mit 470 Minuten
Preis: 19,99 Euro 
Krimi-Rezension: Nicole Ludwig

Carlotta Fiore sitzt in ihrem kleinen, dunklen Büro und überwacht als Detektivin via Kamera ein Möbelhaus. Sie traut ihren Augen nicht, als sie den Mann erkennt, der direkt auf ihr Büro zukommt. Es ist Hannes. Ex-Lover und Polizist. 

Sie selbst hat eine gescheiterte Polizeikarriere hinter sich. Hannes bittet sie um Hilfe. Am Wiener Opernhaus sind zwei Morde geschehen. Eine Soubrette wurde von einem Kulissenteil erschlagen und ein Tenor mit Hilfe eines Kostüms ermordet. 

Carlotta ist die Tochter der weltberühmten Sopranistin Maria Fiore und hat selbst schon an der Oper gesungen. Jetzt soll sie, als Statistin getarnt, dort als Undercover-Ermittlerin eingesetzt werden. 

An ihrer Seite versucht auch Konrad Fürst sein Glück. Auch er wird in die Oper eingeschleust. Als ehemaliger Kriminalkommissar ist er bei der Ermittlung der perfekte Partner für Carlotta. Der Einsatz hat jedoch einen hohen Preis, der Mörder nimmt sein nächstes Opfer in sein Visier: Carlotta.

Der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an und ich hatte mich auf einen Wien-Krimi gefreut. Leider wurde ich ausgesprochen enttäuscht. Absolut nichts von Wien oder dem Flair an der Oper findet sich in diesem Krimi wieder. Die Story hätte auch an jedem anderen Ort der Welt spielen können. 

Carlotta war mir von Beginn an unsympathisch. Ständig geht es ausschließlich um ihre Person. Ihre gescheiterten Laufbahnen am Theater, der Polizei und im Privatleben. Sie trinkt viel zu viel, schleppt Männer ab und benimmt sich einfach idiotisch. 

Es wäre schön gewesen, wenn wenigstens die Sprecherin einen, zumindest leichten, österreichische Akzent gehabt hätte. Ein bißchen Humor hätte auch nicht geschadet. 

Das Thema „Mord & Wiener Oper“ hätte sehr viel Potential, sehr schade, dass es nicht gut ausgeschöpft wurde. Letztendlich war es schlichtweg langweilig und zunehmend nervend, Carlottas Leben zu verfolgen. Bar jeglicher Spannung war ich froh, nach dem Schluss-Satz die Aus-Taste drücken zu können. 

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