Samstag, 28. Februar 2015

ICH BIN EIN SCHWEINEHUND, DAS IST GAR NICHT AUSZUDENKEN - Krimi-Hörspiel (2011)


Das Hörspiel "Ich bin ein Schweinehund, das ist gar nicht auszudenken!" wird am Montag (02.03.15) um 21:05 Uhr (von Matthias Eckoldt und Tatjana Rese)  auf Radio Bremen NORDWEST Radio zu hören sein (lief zuletzt im Januar 2013):

Im multimedialen Totenbuch der Gedenkstätte Plötzensee findet sich unter den Fotografien der hingerichteten Widerstandskämpfer des 20. Juli und der Roten Kapelle auch das Konterfei eines Mörders. Geköpft nach kurzem Prozess im Frühjahr 1944. Sein Verbrechen: Mord an einer Jüdin und deren 8-jährigen Tochter.

Ein Mord, so das Urteil des Berliner Sondergerichts, aus kaltberechnender Habgier. - Ein Mord auch aus ideologischer Verblendung? Als Versuch, nach vollzogener 'Rassenschande' die berufliche Existenz zu retten? Oder doch Totschlag im Affekt, blindwütig, brutal, aus verletztem Selbstwertgefühl, aus Eifersucht gar? - August Eckert, ein Täter - gewiß, ein Opfer auch des NS-Regimes?

Ein Verhörraum der Berliner Kriminalpolizei im Winter 1943/44. Kommissar Rolf Bernhard Holle, Mitglied der SS und preußischer Beamter, will den Verdächtigen August Eckert des Mordes an seiner Geliebten, einer Jüdin, und deren 8-jähriger Tochter überführen. 

Ist es ein Mord aus kalt berechnender Habgier? Ein Mord auch aus ideologischer Verblendung? Nach vollzogener "Rassenschande" der Versuch, die berufliche Existenz zu retten? Oder doch Totschlag im Affekt?

Das Hörspiel rekonstruiert nicht den tatsächlichen Verlauf des Verhörs, den die Polizeiakten nur sinngemäß und ideologisch "bereinigt" dokumentieren, sondern wie es der Faktenlage nach gewesen sein könnte.

Matthias Eckoldt, Studium der Philosophie, Germanistik sowie Medientheorie. 2000 erschien sein erster Roman "moment of excellence" im Eichborn Verlag. Seither veröffentlichte er etliche Bücher (u.a. gemeinsam mit René Weiland den Essay “Wozu Tugend?”; „Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?”, 2013). Eckoldt verfasste über 500 Radiomanuskripte. 2012 bekam er für sein Hörspiel "Ich bin ein Schweinehund, das ist gar nicht auszudenken!" - gemeinsam mit Tatjana Rese - den Preis des Berliner Hörspielfestivals. "Im Westen nichts Neues" - nach dem Roman von Erich Maria Remarque (RB 2014). Zurzeit lehrt Matthias Eckoldt als Schreibdozent an der Freien Universität Berlin.

Regie: Christoph Dietrich
Mit Sven Lehmann, Martin Seiffert und Ilka Teichmüller
Studio H2 ArGe1 
2011/54'

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