Dienstag, 24. Februar 2015

DEAD MONEY - Wenn einem sein Leben entgleitet...

Krimi-Empfehlung von Jörg Völker

Dead Money“ von Ray Banks zeigt exemplarisch auf, wie es Menschen ergeht, die einfach nicht wissen (oder nicht wissen wollen?), wie sie ihr Leben sinnvoll gestalten können. 

Alan Slater geht es eigentlich gut. Er hat einen Job als Vertreter, ist verheiratet und hat einen Hund (anstelle eines Kindes). Er lebt in einer Eigentumswohnung in einem besseren Teil Manchesters

Ihm ist alles so vorausssehbar und damit langweilig. Daher treibt er sich herum, macht die Nacht zum Tage, spielt um Geld, trinkt viel und hat eine Geliebte. 

Meist an seiner Seite ist sein alter Kumpel und Kollege Les Beals, der sich aber bereits auf dem absteigenden Ast befindet. Er hat jeden familiären Halt verloren, treibt sich fast jeden Abend herum, betrinkt sich, hat sich schon öfter verzockt und wird dann auch schon einmal gewalttätig. Seine berufliche Existenz steht auf Messers Schneide.

Beals gelingt es immer wieder, Alan zum abendlichen Spielen und Trinken zu verführen. Auf diese Weise verliert auch Alan langsam, aber sicher jeden Halt, vernachlässigt seine Frau, seine Geliebte und seine berufliche Tätigkeit.

Beals wird bei einem für ihn sehr verlustreichen Spiel tätlich und tötet einen der Mitspieler. Dann fleht er Alan an, ihm zu helfen. Der eilt zur Stelle und hilft ihm, die Leiche zu entsorgen. 

Dabei muß er feststellen, dass der Mann noch lebt. Er tötet den Schwerverletzten und wirft ihn in den Fluss. Wie soll das noch gut ausgehen?

Persönliche Meinung: 
5***** (von 5 möglichen)

Der schottische Autor Ray Banks (soll selbst u.a. Croupier gewesen sein) lässt den Leser mit seinen Figuren mitleiden und -hoffen, denn diese sind als Menschen aus Fleisch und Blut, mit guten Seiten und schlechten Seiten gezeichnet.

Ein tolles Debüt, das die beste Bewertung verdient!

Autor: Ray Banks
Format: broschiert
Seitenzahl: 220
Verlag: Polar Verlag
Übersetzung: Antje Maria Greisiger
Preis: 12,90 €
eBook-Version: 9,99 €

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