Montag, 19. Januar 2015

WO DIE LIEBE HINFÄLLT - Der Bulle und das Landei ermitteln diesmal herrlich schräg!

© Bild: SWR/Thomas Kos
TV-Tipp / TV-Kritik von Hannah Weidthaus

"Wo die Liebe hinfällt" aus der Krimi-Reihe „Der Bulle und das Landei - (SWR/ARD Degeto), der am Donnerstag (22.01.15) um 20.15 Uhr im Ersten gezeigt wird, gehört ganz klar in die Kategorie CRIMEDY.

Es ist der fünfte Fall für die Monrealer Ermittler Killmer (Uwe Ochsenknecht) und Kati (Diana Amft).


Die beiden Ermittler müssen nicht nur den Mord an dem Taxifahrer und seinen Zusammenhang mit einem sehr ungleichen Paar, das um einige Juwelierstücke bei einem Raub erleichtert wurde, klären, sondern auch die vergangene Nacht rekonstruieren, an die sie beide dank reichlich Alkohol keine Erinnerung mehr haben, die aber ein paar Zeugen noch sehr deutlich und amüsiert vor Augen sehen.



Die Gedächtnislücken erschweren das Ermitteln genauso, wie die zahlreichen Verdächtigen, die sich ihnen im Verlauf ihrer Recherche offenbaren. 


Der Krimnalfall um den Todesfall und den Raub bei der Juwelierin Marianne (Sabine Postel), die ihr Alter mit viel bunter Schminke zu vertünschen sucht, um ihrem deutlich jüngeren Verlobten Tonio (Daniel Wiemer) zu gefallen, tritt hinter die Ereignisse der privaten Erlebnisse der Ermittler zurück.

Es ist eine kuriose und sehr folgenreiche Geburtstags-Nacht, an die Katie und Killmer sich nicht mehr erinnern können. Wunderbar schräg entfalten sich nach und nach die Details und erinnern an beste MORD MIT AUSSICHT -Zeiten. Waren die letzten Fälle für das Team nur mäßig spannend und eher albern als witzig, wurden diesmal Uwe Ochsenknecht und Diana Amft die Rollen auf den Leib geschrieben und wirken deshalb -bei aller Schrägheit- fast realistisch.

Es ist eine wahre Freude auch den Nebenrollen wie der des Bürgermeisters Drömmer (Bernhard Schütz), Oma Johanna Biever (Ulrike Bliefert) und Polizist Ralf (Andreas Birkner) bei der Suche nach der Wahrheit und deren gleichzeitigem Verdrehen zuzusehen. 

Nichts für reine Krimi-Fans, aber wer sich auf witzig gemachte, absurde Situationskomik einlassen mag, wird Spaß daran haben. Ein Hinweis für jüngere Leser: Freddie Quinn (von Oma Biever erwähnt) ist ein deutschsprachiger Sänger, der große Erfolge (z.B. "Junge komm bald wieder") in den 50er und 60er Jahren feierte ;-)

Musik: Hansen & Jansen
Kamera: André Lex
Buch: Markus Hoffmann und Uwe Kossmann
Regie: Torsten Wacker

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