Sonntag, 18. Januar 2015

MISSING. NEW YORK (Hörbuch) - Don Winslow wieder gewohnt direkt und spannend


MISSING. NEW YORK
Autor: Don Winslow
Verlag: Argon
Auflage: September 2014
Sprecher: Martin Kessler
6 Audio CD mit 6 Std. 43 Min.
gekürzte Lesung
Preis: 14,99 €
Krimirezension: Jörg Völker

Die siebenjährige Hailey spielt im Garten. Als das Telefon klingelt, geht ihre Mutter kurz ins Haus. Eine Minute später kommt sie zurück. Und ihre Tochter ist verschwunden. 

Detective Frank Decker weiß: Jetzt läuft die Zeit. Doch egal welchem Verdacht die Ermittler nachgehen, auch nach zwei Wochen gibt es keine Spur von Hailey. 

Bis ein weiteres Mädchen verschwindet – diesmal wird die Leiche gefunden, der Täter geschnappt und auch mit dem Mord an Hailey belastet. Akte geschlossen. 

Aber Decker ist davon überzeugt, dass sie noch lebt, irgendwo versteckt, während die Uhr tickt. Er kündigt seinen Job, rafft seine Ersparnisse zusammen, packt das Auto voll und folgt einem vagen Hinweis, der ihn in den Bundesstaat New York führt. Von Stadt zu Stadt. Von Motel zu Motel. Von Monat zu Monat. 

Er muss Hailey finden. (Verlagsinfo)

Persönliche Meinung: 
4,5 Sterne (von 5 möglich)

Die Bücher von Don Winslow, die ich bisher gelesen habe, hinterließen wechselnde Eindrücke. MANHATTAN hat mir sehr gut gefallen. Von VERGELTUNG hingegen war ich sehr enttäuscht. 

In MISSING. NEW YORK entwickelt der Autor einen Plot, der aufrüttelt, der spannend ist und nicht zuletzt, der gut unterhält.

Der Protagonist der Geschichte, Frank Decker, wird als fähiger, erfolgreicher Polizist beschrieben, als aussichtsreicher Kandidat für den bald vakanten Posten des örtlichen Polizeichefs. Der Karrieresprung wäre vielleicht sogar geeignet, seine zerrüttete Ehe wieder mit neuem Leben zu erfüllen.

Die Entführung eines kleinen Mädchens und das zeitnahe Verschwinden eines weiteren Kindes führen zu sehr schwierigen Ermittlungen, denn die Behörden wollen unbedingt des Leben der Kinder retten.

Entgegen Deckers ausgeklügelten Vorschlägen für einen Deal mit einem Verdächtigen entscheidet sich die Staatsanwaltschaft für eine andere Taktik. Eine gute Chance zur Rettung der beiden Mädchen wird vertan. Das zweite Kind kann nur noch tot gefunden werden.

Der wütende und enttäuschte Decker quittiert seinen Dienst, verliert dadurch seine Pensionsansprüche, verläßt seine (Noch-)-Ehefrau und seine Heimat, um das erste Mädchen doch noch zu finden. 

Er hat eine Mission, er arbeitet als Einzelgänger. Seine Jagd führt ihn durch mehrere Staaten. Er lebt in seinem Wagen oder in billigen Absteigen. Wenn er nicht weiter weiß, greift er ausnahmsweise auf die Hilfe der Behörden zurück.

Eine schnörkellose Schilderung, mit durchgängiger Spannung, bis hin zum Finale.

Der Schauspieler und Sprecher Martin Kessler gestaltet die Hörbuchfassung mit seiner ausdrucksstarken Stimme ganz hervorragend und zieht den Zuhörer gekonnt in seinen Bann!

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