Mittwoch, 14. Januar 2015

DIE STERNTALER VERSCHWÖRUNG (Hörbuch) - Spannend, aber nicht immer glaubwürdig

Autor: Jan Seghers
Verlag: ARGON
Auflage: Dezember 2014
Sprecher: Matthias Koeberlin
6 Audio CD mit 7 Std. 6 Min.
gekürzte Lesung
Preis: 19,95 €
Krimirezension: Jürgen Edelmayer

Im Morgengrauen beobachtet Süleyman, wie ein Motorrad von der Fahrbahn abkommt und in einer dunklen Senke verschwindet. Als der junge Mann die Taschen des toten Fahrers plündert, findet er einen Umschlag mit Fotos. 

Fotos, die es nicht geben dürfte. Süleyman wittert seine Chance, an Geld zu kommen. Bald begreift er, dass er sich damit auf Gegner eingelassen hat, die vor nichts zurückschrecken. 

Zur selben Zeit wird in einem Frankfurter Hotelzimmer die Leiche einer Frau entdeckt. Man hat ihr mitten ins Gesicht geschossen. Kommissar Marthaler findet heraus, dass es sich bei dem Opfer um eine bekannte Journalistin handelt. Eine Journalistin, die einer Verschwörung auf der Spur war ... (Verlagsinfo)

Persönliche Wertung: 3,5 Sterne (von 5 möglichen)

Vor dem Hintergrund der Hessischen Landtagswahl 2008 entfaltet Jan Seghers eine spannende Geschichte um politische Machtspiele und Intrigen. Allerdings erfordert es vom Zuhörer einiges an Bereitschaft, sich auf den Plot seines Romans „Die Sterntaler-Verschwörung“ einzulassen. 

Dass sich eine ganze Dienststelle den Anordnungen übergeordneter Behörden widersetzt und die Dienststellenleiterin ihre widerspenstigen Untergebenen augenzwinkernd gewähren lässt, wirkt nicht sehr wahrscheinlich. 

Ein wenig schade finde ich auch, dass zumindest in der Hörfassung nicht näher auf die Vorgänge um die seinerzeit gescheiterte Wahl der SPD-Vorsitzenden zur Hessischen Ministerpräsidentin eingegangen wird. Dafür nehmen die Beziehungsprobleme Marthalers viel Raum ein, ohne die Handlung voranzutreiben.

Dem Zuhörer wird schnell klar, dass sich Robert Marthaler und einige handelnde Figuren bereits in früheren Fällen über den Weg gelaufen sind. Dennoch ist es für das Verständnis von „Die Sterntaler-Verschwörung“ nicht notwendig, die anderen Kriminalfälle, in denen der Kommissar bisher ermittelt hat, zu kennen.

Sprecher Matthias Koeberlin liest auf eine unaufdringliche Art und Weise. So bleibt der Text im Vordergrund, was das Zuhören zu einem angenehmen Vergnügen macht. 

Fazit: Eine spannende, aber stellenweise unglaubwürdige Geschichte, deren Potential leider nicht ausgeschöpft wurde.

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