Freitag, 26. Dezember 2014

MARIA WERN, Kripo Gotland - Neues aus Gotland in der ARD

© ARD Degeto/Eyeworks Film Gemini/Calle Persson
TV-Kritik / TV- Tipp von Petra Weber

Die ARD zeigt zwei neue Folgen von „Maria Wern, Kripo Gotland (ARD Degeto) am 28. und 29. Dezember 2014 um jeweils 21.45 Uhr im Ersten.

Die skandinavischen Krimis entstanden nach Vorlagen der Bestsellerautorin Anna Jansson. In der Titelrolle: die Schwedin Eva Röse.

Maria Wern gehört in die Reihe der "braven" und etwas hausbackenen skandinavischen Ermittlerinnen, wie z.B. DICTE oder Erica Falck in Fjällbacka (von Camilla Läckberg), bei denen man das Gefühl hat, mit jeder Staffel auf eine alte Bekannte zu treffen und man im Grunde keine großen kriminellen Überraschungen erwartet, was durchaus nicht negativ sein muss, wie zum Beispiel in:

Stille Wasser (28.12.14)
Es beginnt gleich aufregend. Maria Wern (Eva Röse) beobachtet auf dem nächtlichen Nachhauseweg von einer Feier, wie ein junger Mann in einem Teich von einem anderen verprügelt wird und greift spontan ein. Dabei wird sie im Kampf mit einer Spritze verletzt, was ihr ihr in den darauf folgenden Tagen die Sorge um eine mögliche Ansteckung mit HIV einbringt.

Nächtliche Schreie, vermutete häusliche Gewalt und eine tote Kellnerin bringen Tempo und Spannung in das Geschehen. Der Taten verdächtig ist ein junger Mann mit auffälliger Neonjacke, der an den Tatorten gesehen wurde.


Marias Kollegin Erika (Tanja Lorentzon) schwebt derweil auf Wolke 7.  Die Gerichtsmedizinerin ist seit Kurzem mit dem Psychiater Anders Ahlström (Thomas Hanzon) liiert. Er hatte eine Verbindung zu den Opfern. Ist er der Mörder?

Vermächtnis (29.12.14)
Während ganz Visby sich auf die Mittelalterfestspiele vorbereitet, brenn das Haus von Frida Norrby (Susan Taslimi) nieder. 

War es Brandstiftung? In den verkohlten Trümmern findet sich lediglich das Skelett eines Kindes, doch wessen Kind ist es und wo ist die Leiche von Frida. 

Offensichtlich trügt die Idylle der Feriensiedlung, in der auch Gunnar (Per Mattsson) und Mirja Fredlund (Nina Gunke) leben, die ein Millionen-Objekt dort verwirklichen möchten: Neben der Ruine von Gotlands ältester Kirche, von der aus vor 1100 Jahren die Christianisierung Schwedens ihren Ausgang nahm, wollen die beiden ein Wissenschaftszentrum für Archäologie und Geschichte bauen. 

Doch dann stirbt eine junge Frau bei einem fingierten Saunaunfall qualvoll und die Verwirrung ist komplett als die Gerichtsmedizin feststellt, dass das Kinderskelett aus Frida Norrbys Haus 1100 Jahre alt ist...

Fazit:
MARIA WERN, Kripo Gotland punktet nicht mit realistischer Handlung oder Originalität. Die Stärke der skandinavischen Krimi-Hausmannskost liegt in deren Protagonisten. Maria Wern (und das Team) ist sympathisch und ihre mitfühlende Art sowie der kollegiale, harmonische Umgang innerhalb der Kripo Gotland, bieten einen Kontrast zu den oft griesgrämigen (männlichen) nordischen TV-Ermittler-Kollegen mit internem Konfliktpotential. Das gepaart mit kalkulierter Spannung und einem Schuss Romantik machen die Kripo Gotland zu einem unterhaltsamen Team, dem man gerne zusieht.

Regie:  Erik Leijonborg
Drehbuch: Fredrik T Olsson nach den Romanen von Anna Jansson

Kamera: Calle Persson

Musik: Jean-Paul Wall
Produktionsleitung Johanna Wennerberg
Producer Hans Lönnerheden
Executive Producer Eyeworks Erika Edman, Poa Strömberg, Sabine de Mardt
Executive Producer TV 4 Åsa Sjöberg, Niva Westlin Dahl

„Maria Wern, Kripo Gotland“ ist eine Produktion der Eyeworks Film & TV Drama Sweden in Zusammenarbeit mit Weproduction in Koproduktion mit TV4 mit Unterstützung von SF, TV2 Norge und DR.

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