Samstag, 27. Dezember 2014

KRIMI & JAZZ Lizenz zum Grooven - Großer Jazz'n Crime Abend im SWR mit Ralf Kramp u.a.

Ralf Kramp © KBV Verlags- und Medien GmbH*

Das neue Jahr beginnt auf SWR2 am Freitag (02.01.15)  um 20:03 Uhr schon verheißungsvoll kriminell mit einem 4 stündigen großen JAZZ'N CRIME - Abend.

Das Programm ist originell gemischt und ein Teil steht erfreulicherweise nach der Sendung auch zum Online-Hören zur Verfügung.

Kriminalhörspiel und Jazz - zwei akustische Nachtschattengewächse mit einer gemeinsamen Leidenschaft für intensive Spannungsmomente, seltsame Wendungen und überraschende Pointen. Wie schaurig schön die beiden Genres miteinander harmonieren, hört man gerade dann besonders intensiv, wenn der Horror ins Swingen kommt, wenn ein musikverrückter Serienkiller auf mystische Mörderballaden trifft, Woody Allens gewitzter Privatdetektiv einem schrillen "Mister Big" hinterher philosophiert, hakenschlagende Kriminalisten zu wehenden Geistern werden oder eine ganze Band zur Verbrecherjagd antanzt. (Quelle SWR)

Diese Beiträge stehen u.a. nach der Sendung zum Hören bereit:

Axeman Jazz
Big Terror in Big Easy. Eine mysteriöse Mordserie versetzt Anfang des 19. Jahrhunderts ganz New Orleans in Schrecken.

The Axeman“ geht um, ein brutaler Verbrecher – und Jazzfan, wie ein Bekennerschreiben vom 13. März 1919 vermuten lässt...

Swingin‘ Horror
In seiner vierteiligen Minihörspielserie macht Maximilian Schönherr den Jazz selbst zu einer schaurigen Angelegenheit. Das ist nichts für zarte Gemüter und zarte Ohren, denn hier zeigt sich diese Musik definitiv nicht in Easy Listening-Laune, sondern sorgt unberechenbar, exzentrisch und furios für „Thrill“.

Sprecherin: Tanja Haller

Episode 1: Die Qualen des Flügels
Rachelust – wie ein zu Tode gekränktes Piano zur aggressiven Mordwaffe mutiert.

Episode 2: Die sprechende Basstrommel
Listen to the Beat– wie für einen Jazzschlagzeuger aus dem Groove das Grauen wird.

Episode 3: My Favorite Things
Vergeltungsschlag – wie der tote Richard Rodgers für einen Song aus dem Grab steigt.

Episode 4: Traumschiff
Paradiesische Höllenfahrt – wie eine lustige Schiffsreise als Toteninselblues endet

Die Glauser-Briefe
Der Schweizer Friedrich Glauser war einer der ersten deutschsprachigen Krimi-Autoren – und sein Leben liest sich selbst wie ein Krimi: Weil Glauser seit seiner Jugend morphiumsüchtig ist, wird er früh entmündigt, ist in vielen Kliniken und flieht im Sommer 1919 in eine Künstlergemeinschaft nach Ascona. Dort ist auch Elisabeth von Ruckteschell, genannt Lison, Künstlerin, 10 Jahre älter als Glauser. Er schreibt ihr glühende Liebesbriefe. Das Glück ist allerdings nur von kurzer Dauer, er verfällt wieder dem Morphium, muss ins Gefängnis, landet später in der Fremdenlegion und als Arbeiter in einem Kohlebergwerk in Belgien. Dazwischen schreibt er fünf Krimis über den eigensinnigen Schweizer Wachtmeister Studer.

Die Liebesbriefe an Elisabeth von Ruckteschell galten lange Zeit als verschollen. Vor ein paar Jahren hat sie dann das Schweizerische Literaturarchiv in Bern entdeckt und herausgegeben. Sie zeigen, was für ein wunderbarer Erzähler Friedrich Glauser gewesen ist.

Charlotte Schwab liest einen Ausschnitt aus diesen Briefen, untermalt mit Musik aus dieser Zeit.

Das Krimi-Gedicht "null null"
Ralf Kramp ist Krimi-Autor und schreibt am liebsten zu Musik, gerne zu Jazz-Musik, und besonders gerne zu Jazz-Musik aus Filmen. Neben seinen Romanen widmet er sich auch dem Genre der Krimi-Gedichte. Was passiert, wenn man aus einem Krimi-Gedicht von Ralf Kramp ein kleines Hörspiel macht? Er hat eines zur Verfügung gestellt: Es heißt „null null“.

Mit diesem Gedicht wurde ein bisschen experimentiert und zuerst mit Charlotte Schwab eine ganz „normale“ Lesung aufgenommen.

Damit aus einer Lesung ein Hörspiel wird, brauchte es passende Geräusche und einen Rhythmus. Deshalb hat sich der Beatboxer und Mundkünstler Sebastian Fuchs zusammen mit dem Sounddesigner Clemens Haas überlegt, wie man das null-null-Gedicht als Hörspiel inszenieren kann.

Es gibt übrigens einen Tag später auch einen Kinder JAZZ N' CRIME Abend.


Foto unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert.

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