Samstag, 1. November 2014

SCHAUT NICHT ZURÜCK (Hörbuch) - Preisgekrönter Krimi, der nicht überzeugt

SCHAUT NICHT ZURÜCK
Autor: Wiley Cash
Verlag: ARGON
Auflage: September 2014
Sprecher: Uve Teschner,
Maria Koschny, Erich Räuker
6 Audio CD mit 427 Min.
ungekürzte Lesung
Preis: 19,95 €
Krimirezension: Biggi Friedrichs

Gastonia, North Carolina. Easter Quilby und ihre jüngere Schwester Ruby leben nach dem Tod ihrer Mutter in einem Kinderheim. Den beiden Mädchen sind nur noch die Großeltern im fernen Alaska geblieben. Bis plötzlich eines Nachts ihr Vater auftaucht und sie aus dem Heim entführt. 

Wade Chesterfield will eine zweite Chance mit seinen Töchtern, endlich für sie da sein und anderswo ein neues Leben mit ihnen beginnen. Doch das Verschwinden der Mädchen bleibt nicht lange unbemerkt. 

Brady Weller, ehemaliger Detective und Vormund der beiden, nutzt seine alten Kontakte, um Wade auf die Spur zu kommen. Aber er ist nicht der Einzige: Auch der brutale Auftragskiller Pruitt, der nach vielen Jahren Rache an Wade nehmen will, verfolgt die kleine Familie. 

Denn Wade hat etwas bei sich, das ihm nicht gehört. Und hat völlig unterschätzt, in welch große Gefahr sein Handeln Easter und Ruby bringt … Verlagsinfo

Easter und Ruby, die nach dem Tod ihrer süchtigen Mutter im Kinderheim leben, und für die die Großeltern in Alaska das Sorgerecht übernehmen wollen, werden von ihrem Vater entführt.

Zu ihrem Vater, einem Ex-Baseballspieler, haben sie keine Beziehung. Wade, ein Loser, der überall Schulden hat, wird von Pruitt verfolgt, was zur Folge hat, dass die kleine Familie einen Trip durch die USA macht.

Nicht nur der Ganove Pruitt ist hinter den Dreien her, sondern auch der Vormund der Mädchen, Brady Weller.

Sprecherin Maria Koschny, die u.a. die Anna Paquin in "True Blod" spricht, hat eine angenehme, klare Stimme. Sie spricht den Part von Easter. Uve Teschner beweist erneut seine wandelbare Stimme (z. B. auch sehr gut in SCHATTENSTILL) und auch Erich Räuker ist als Sprecher überzeugend. 

An den Hörbuchsprechern lag es also nicht, dass in dieser Geschichte jegliche Spannung vermisst wird. Die Story kann überhaupt nicht fesseln.

Die Charaktere sind so typisch amerikanisch und alle haben ihr Leben überhaupt nicht im Griff. Einzig die beiden Schwestern Easter und Ruby waren sympathisch und mit viel gutem Willen kann man dem Roman anrechnen, dass sich die Beziehung der Geschwister zu ihrem Vater im Laufe der Story erkennbar verändert.

Nichtssagende Gespräche finden in Hamburgerrestaurants statt und Baseball hat eine übergeordnete Rolle in der Geschichte. 

Ich vermisste hier Überraschungen und Wendungen. Die ganze Story wirkte sehr konstruiert, lieblos dahingeschrieben und sehr vorhersehbar. Leider konnte mich SCHAUT NICHT ZURÜCK überhaupt nicht überzeugen.

Anm: KK: Wir möchten an dieser Stelle nicht verhehlen, dass Wiley Cash für SCHAUT NICHT ZURÜCK vor wenigen Tagen den "Goldsboro Gold Dagger Award 2014" erhalten hat. Erstaunlich, dass der Jury in der Kategorie "Bester englischsprachiger Kriminalroman"  kein besserer Roman vorgelegen haben soll.

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