Montag, 17. November 2014

FÜR IMMER UND EWIG - Bella Block ermittelt in Lissabon (ZDF)

© ZDF und Paulo Monteiro
TV-Tipp / TV-Kritik von Petra Weber

Am Mittwoch (19.11.14) um 20:15 Uhr auf ZDFneo und am Samstag (22.11.14) um 20:15 Uhr ermittelt wieder Bella Block im ZDF. Und wie fast immer seit ihrer Pensionierung, tut sie dies ohne staatlichen Auftrag.

Während das in Hamburg widerwillig zur Kenntnis genommen wird, stellt sich ihr die Polizei in Lissabon entschlossener entgegen. Amüsanterweise ist es ausgerechnet eine portugiesische Ausgabe der jungen Bella Block (ebenfalls mit einem männlichen Mitarbeiter, den die junge Kommissarin herumkommandiert, wie einst Bella Martensen), die ihr Paroli bietet und sie auch schon mal mit "Frau Bundeskanzler" tituliert, wenn Bella -wie seit 20 Jahren- ihre bekannten Alleingänge durchziehen will.

Doch von Anfang an:
Bella Block (Hannelore Hoger) begleitet Staatsanwalt Klaus Dieter Mehlhorn (Hansjürgen Hürrig) nach Lissabon,  der der Geburtstags-Einladung seines alten Studienfreundes Bernhard Greve (Henry Hübchen) gefolgt war, um in der Villa des schmierig charmanten und augenscheinlich Vermögenden zu feiern.

Dort trifft Bella eine junge Deutsche. Noch in derselben Nacht stürzt die junge Frau vom be­rühmten "Elevador de Santa Justa".

Was vielleicht von Mehlhorn als Reise zur amourösen Anbahnung gedacht war, entgleitet schnell seiner Kontrolle. Für die Lissaboner Polizei ist Greve der Täter, doch Staatsanwalt Mehlhorn kann und will nicht an die Schuld seines Freundes glauben und bittet Bella zu ermitteln, völlig vergessend, dass Bella Block ohne Rücksicht auf Freunde oder gar sich selbst, den Dingen immer auf ihren unerfreulichen Grund geht.

Fazit:
"BELLA BLOCK Für immer und ewig" ist eine unterhaltsame Geschichte über die Illusion von Freundschaft, Liebe und deren Endlichkeit vor der malerischen Kulisse Lissabons. Die Handlung punktet nicht mit Spannung und kriminalistischer Raffinesse und doch fühlt man sich gut unterhalten, wenn man den Protagonisten und ihren Motiven folgt. Das Spannungsfeld zwischen Mehlfeld, der mit der Reise in "die Stadt des Lichts" eigentlich seine Erinnerungen retten und sich gerne in eine Liebesaffäre verstricken würde und Bella, die eine alte Liebe überwinden und ihre Erinnerungen abschließen möchte, ist sehr glaubhaft von Hans Jürgen Hürrig und Hannelore Hoger dargestellt und auch Henry Hübschen brilliert als alternder Liebskasper in Not. Lediglich auf ein paar verwirrende Traumsequenzen hätte man gut verzichten können.

Am Ende dieses 35. Falls für BELLA BLOCK bleibt Protagonisten und Zuschauern die Erkenntnis, dass eben nichts  "Für immer und ewig" ist. 

Darsteller:
Bella Block - Hannelore Hoger
Bernhard Greve -   Henry Hübchen
Klaus Dieter Mehlhorn - Hansjürgen Hürrig
Max von Holt - Ernst Stötzner
Sandra Lehnhoff - Luise Heyer
Mara Greve - Joana Manuel
Antonia Lopez-Ruiz -   Mariana Mourato
Isabel Goncalves -Sara Graca
Alberto Munos - Albano Jeronimo
Comíssaria Fernandes - Ana Padrao
Comissario Nunes - Paulo Pinto
Advogado Zonda - Guilherme Filipe
Janina - Teresa Madruga
und andere

Buch: Fabian Thaesler
Regie: Christian von Castelberg
Kamera: Martin Farkas
Musik: Christine Aufderhaar
Produzent: Ufa Fiction, Joachim Kosack, Michaela Nix

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.