Freitag, 1. August 2014

TÖDLICHE OPTION - Spannend, jedoch etwas zu viel Privatleben

Krimi-Rezension von jörg Völker

Ein neuer Fall für Jason Stafford, den Ex-Finanzmakler mit dem untrüglichen Gespür für krumme Finanzgeschäfte: Der Chef einer privaten New Yorker Investmentbank muss wegen betrügerischen Bankrotts ins Gefängnis und stirbt dort eines frühzeitigen Todes. Ein großer Teil des Vermögens seiner Bank bleibt verschwunden. 

Seine Familie engagiert Jason, um die verschobenen Riesensummen wiederzufinden. Doch auch das FBI ist hinter dem Geld her – und gewisse andere interessierte Parteien, die auch über Leichen gehen würden, um das zu bekommen, was sie wollen. Denn schließlich geht es um drei Milliarden Dollar … Verlagsinfo

Persönliche Meinung:
4**** (von 5 möglichen)

Ein Privatbankier hat nach anfänglicher korrekter Bedienung seiner Gläubiger alles ihm überlassene Geld restlos „verzockt“ und dann in der Gefängniszelle Selbstmord begangen. 

Der Ex-Finanzmakler Jason Stafford erhält von der Familie des Bankiers den Auftrag, angeblich versteckte große Geldbeträge aufzufinden.

Seine Aktivitäten, die sehr gut bezahlt werden sollen, werden nicht nur von der Polizei und den Finanzbehörden aufmerksam betrachtet. Auch Ärger mit Teilen der Familie des Bankiers steht an, sogar die Drogen-Mafia erscheint auf der Bildfläche.

Jasons Ermittlungen gestalten sich ausgesprochen schwierig und mühevoll. Nur in kleinen Schritten, unter Verfolgung und körperlicher Gefahr (ja Lebensgefahr) kann er die Täuschungsmanöver des Bankiers enträtseln und nachvollziehen.

Die spannende und aufregende Handlung ist begleitet und oft auch unterbrochen von zahlreichen privaten Einschüben und „Abenteuern“. 

Der geschiedene Jason hat eine noch lockere Partnerschaft und vor allem einen autistischen kleinen Sohn zu betreuen, den der Vater sowohl vor seiner Ex-Frau als auch vor seinen zahlreichen Widersachern zu schützen sucht. Das gelingt nicht immer.

Die private Situation Jasons wird sehr gut und ausführlich geschildert. Allerdings räumt der Autor diesen Abschnitten der Handlung einen zu großen Anteil ein, was den Ablauf der eigentlichen Kriminalhandlung doch beeinträchtigt. Deswegen "nur" 4 Sterne von 5 möglichen.

Autor: Michael Sears
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 432
Verlag: dtv
Übersetzung: Susanne Wallbaum
Preis: 9,95  €
eBook-Version:  7,99 €

Der Vorgänger-Krimi zu diesem Roman:
AM FREITAG SCHWARZ - mit viel Gefühl, doch nicht sentimental

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