Freitag, 1. August 2014

KLAUS BARBIE Begegnung mit dem Bösen - Hörspiel


Am Samstag (02.08.14) um 20:05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk eine Begegnung mit dem Bösen KLAUS BARBIE. (Lief im Rahmen der WDR-Sendereihe VOM BÖSEN im Mai 2014 zuletzt)

Ende des Zweiten Weltkriegs. Nazis versuchen, sich rein zu waschen und in vermeintlicher Harmlosigkeit weiter zu leben. Nicht so Klaus Barbie. Der Kriegsverbrecher setzt sein grausames Treiben fort. Nur für andere Machthaber.

Die Akademie der Darstellenden Künste" kürte dieses Hörspiel zum "Hörspiel des Monats":

"Investigative Recherche, die enthüllt; Geschichtsjournalismus, der den Schrecken der Vergangenheit in die Gegenwart holt; ein Doku-Drama, das in den Bann schlägt - wer glaubt, so etwas könne es nur im Fernsehen geben, sieht sich unvermittelt eines Besseren belehrt. 'Klaus Barbie - Begegnung mit dem Bösen' leistet all das im akustischen Medium. Peter F. Müller hat sich als Journalist auf die Spuren des 'Schlächters von Lyon' begeben, jenem SS-Hauptsturmführers Klaus Barbie, dessen Brutalität als Nazi-Scherge beispiellos war, bzw. auf die Spuren der Nachkriegskarriere des Mannes, der als Klaus Altmann in Südamerika im Waffenhandel und für Geheimdienste arbeitete. 

Ein Zentrum der (...) Hörspielproduktion bilden die O-Ton- Aufnahmen des unverbesserlichen Gewaltmenschen, mit einem Diktaphon aufgenommene Lebens-Auskünfte im Plauderton. Gebannt folgt man dieser Stimme, die einen das Fürchten lehrt und die Vokabeln wie selbstgerecht, eitel, wahnsinnig und böse hervorruft.

Doch nicht nur das: Das Hörspielteam um Leonhard Koppelmann zeichnet mit vielen weiteren Materialien ein vielperspektivisches Bild der biografischen Entwicklung hin zum NS-Mörder und zum umtriebigen Nachkriegskarrieristen. Herausragend dabei der Schauspieler Felix von Manteuffel, der den bislang unveröffentlichten Memoiren, geschrieben in der Zeit seiner Gefangenschaft ab 1983 in Lyon, seine Stimme gibt. 

Sowie schließlich der Historiker Peter Hammerschmidt, ein Experte für die erschreckenden Machenschaften der westlichen Geheimdienste und speziell des westdeutschen Verfassungsschutzes, der unaufgeregt und sachlich Tatsachen erklärt, die man für unglaublich erachtet. Braucht eine solche Dokumentation überhaupt Bilder? 

Die Jury zeichnet diese große und großartige Produktion gerade auch wegen ihrer Konzentration auf Stimme und Sprache aus. (...)"

Von Peter F. Müller, Leonhard Koppelmann, Michael Müller
Regie: Leonhard Koppelmann
Mit: Felix von Manteuffel, Carlos Lobo, Elizabeth Burgos, Ilse Strambowski, Andreas Grothgar u. a. 

Länge: 87:16
Produktion: WDR 2014

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