Samstag, 30. August 2014

JETZT REICHT'S - Schluss mit Reality-Werbung für Thriller & Krimis! Überschreitet nicht unsere Persönlichkeitsgrenzen!


Geänderte Fassung vom 13.09.14.

So. Und nun ist auch Schluss mit kostenloser PR für geschmackloses Autorenmarketing. Die Kommentare zu diesem Artikel beziehen sich auf einen anderen Text, der entfernt wurde.

Danke an alle, die Empathie für mich empfunden haben und sich gut vorstellen konnten, wie sprachlos man mit einem absolut echt wirkenden Trauerumschlag in der Hand reagiert. 

Und auch Danke an alle, die sich Sorgen wegen meiner öffentlichen Adresse machten, aber der KrimiKiosk ist sowieso anbieterkennzeichnungspflichtig, deshalb ist unsere Adresse ohnehin auf allen unseren Webseiten im Netz gut sichtbar.

Jenen, die mit dem Wissen um die Aktion der Meinung waren, diese Aktion sei absolut und sofort als Werbung erkennbar gewesen, sei gesagt, dass selbst der Werberat nicht auf Anhieb herausfand, wer Initiator der "Idee" war und fälschlich zu einem Verlag des Selfpublishers aus früherer Veröffentlichung Kontakt zecks Stellungnahme aufnahm.

An dieser Stelle auch nochmals allen Spekulationen entgegenwirkend:
Der Pendragon Verlag hatte NICHTS damit zu tun.

Wir werden in der nächsten Woche beginnen, über gelungenes Autorenmarketing zu berichten.

Allen Autoren, die nun glauben, dass hier ein genialer PR-Clou gelungen sei, ist ein Blick auf die Fakten empfohlen.

a) So gut wie kein zahlender Leser wurde erreicht, lediglich die Szene nimmt es wahr.

b) Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass sich mit solchen Aktionen auch nur ein Promille der Aufrufzahlen dieses Posts verkaufen lässt?

Und wer jetzt überlegt, Leichenwagen vor Haustüren zu parken, Angehörige just for Fun von vermeintlichen Polizisten abführen zu lassen, der möge sich das neue Foto zum Post mal durchlesen.

In Zukunft wird jeder, der uns mit solchem hirnlosen Quatsch kommt, Post der obigen Institution bekommen und wir werden die Anregung selbiger dann aufgreifen und eine weitere Beschwerde über einen möglichen Verstoß gegen rechtliche Vorgaben, hier das Verbot der sogenannten verschleierten Werbung gemäß § 4 Nr. 3 UWG bei der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. prüfen lassen. Und er wird natürlich keine Gratis-PR bekommen.

Leute, lasst den Unfug. Ein gutes Verhältnis zu Bloggern und Webseiten wie unserer bringt dauerhaft mehr als 15 Minuten Ruhm vor der Rückkehr in die Bedeutungslosigkeit.

Wer nicht weiß, wie er es anstellen soll, hier ein paar wichtige Tipps über den Umgang mit Bloggern

Kommentare:

  1. Gaby Probst-Baldesberger30. August 2014 um 12:13

    Total daneben....geht's noch !!

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  2. Welcher Verlag war das?

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    1. In diesem Fall war es kein Verlag, sondern ein Autor. Selfpublisher (obwohl er bereits in einem renommierten Verlag veröffentlicht), für eine Veröffentlichung als print & eBook.
      Wir hatten allerdings auch schon große Verlage, die ähnlich unangenehm auffielen und die recht boshaft reagieren, wenn man ihre genialen Ideen nicht beklatscht.

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  3. Wow, das nenne ich mal wirklich geschmacklos. Ich kann mir ungefähr denken, wie du dich beim öffnen gefühlt hast und das geht einfach überhaupt nicht. Da ist jemand mindestens drei Nummern zu weit gegangen! Ich hoffe, dass ich von solcher Post verschont werde. Falls nicht, danke für die Warnung.
    LG
    Yvonne

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  4. Ohje, das muss ja wirklich ein Schock gewesen sein. Sowas muss doch wirklich nicht sein!

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  5. OMG, ich kannte deinen Blog bis eben nicht, aber.... ich arbeite auch mit einigen Verlagen zusammen und ich hab glaub ich selten sowas krass geschmackloses gesehen, völlig egal welcher Verlag das nun ist.
    Ich kann deine Reaktion voll nachvollziehen und bin ehrlich geschockt :-O

    LG Katja

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  6. Wie kann man nur auf so eine absurde Idee kommen um sein Buch zu bewerben!? NoGo hoch Zehn!

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  7. Ausgefallene Ideen sind ja toll, aber das ... da muss man doch wissen, dass man dem Empfänger einen heftigen Schock versetzt und man weiß doch nie, wie das ankommt - die Gedankengänge von manchen Leuten sind schon sehr seltsam. Kann dich sehr gut verstehen.

    Liebe Grüße, Aleshanee

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  8. Ich habe den Brief gestern auch bekommen und wundere mich ein wenig, warum du nicht die ganze Seite hier eingestellt hast. Am Ende ist doch klar ersichtlich, dass es sich um Werbung handelt. Klar geht der Puls erst mal auf 180, aber welcher Absender einer Todesanzeige schreibt nur seine Initialien auf den Briefumschlag? Und was ist daran schlimmer als wenn ein Sebastian Fitzek einen Blumenstrauss mit einem gruseligen Stick darin versendet? Ist es nur das Thema an sich (Todesanzeige) oder hast du ein Problem mit dem Autor? Mich hat die Homepage, die auf der Anzeige unten steht neugierig gemacht und ich werde das Buch auch lesen.
    Liebe Grüße Nadine

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    1. Ich habe die Url, die klein bei den "Hinterbliebenen" angegeben ist, abgedeckt, weil ich nicht mit meiner Kritik noch Werbung für das Werk machen möchte, damit morgen 10 andere Autoren auf ähnliche Ideen kommen.

      Mag sein, dass Du im Umgang mit Trauerkarten geübt bist, ich zum Glück nicht und der Zusatz ist mir erst aufgefallen, als ich mir überhaupt nicht erklären konnte, wer diese Mona sein soll.

      Wenn er schaurige Rätselspielchen machen möchte, möge er sich Leute dafür suchen, die freiwillig mitmachen.

      Nein, ich hatte kein Problem mit dem Autor. Jetzt hat er aber eines mit mir.

      Ein Blumenstrauß ist keine Trauerkarte. Aber wenn Du den Text oben aufmerksam liest bin ich tatsächlich generell gegen die Verwischung von Realität und Fiktion. Das mag gerne jeder anders sehen.

      Bei mir sind Autoren für die Phantasie zuständig. Und da sollen sie lieber ordentliche Arbeit abgeben, statt solchen Blödsinn auszuhecken.

      Hättest Du das Buch nicht gelesen, wenn der Autor, dich ganz normal gefragt hätte? Wird sich Deine Rezension ändern aufgrund von einer Werbemaßnahme?

      Wer bitte braucht dann solche Aktionen? Wen sollen sie zu was veranlassen?

      Hätte er bei uns, wie alle anderen per Mail nachgefragt, hätten wir ihn gerne -wie wir das immer machen- besprochen. Und das wäre auch bei 100% der Blogger, die ich kenne so gewesen, da bedarf es keines Zirkusses dafür.

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    2. Ich hätte das Buch sowieso gelesen, weil ich schon eins von ihm kenne und es mir gut gefallen hat.

      Und ich finde die Sache mit dem Blumenstrauss ist nichts anderes. Es ist die Angst vor einem Stalker, die einen da erwischt. Mag aber sein, dass viele Leute stark auf das Thema Tod reagieren, das streite ich nicht ab. Aber wenn man Buchblogger ist muss man auch mal damit rechnen, dass man solche Post bekommt.

      Ich möchte keinen Streit, aber ich finde, ich kann auch meine Meinung sagen. Hättest du anders reagiert, wenn dich der Brief mit einem anderen Thema erreicht hätte? Ich denke schon....

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    3. "...muss man auch mal damit rechnen, dass man solche Post bekommt.." ?

      Ich muss mir von jedem, der Werbung für etwas machen will, Krempel schicken lassen, der mich oder meine Familie ängstigt?

      Wo kämen wir denn da hin?

      Ich bin in einem Alter, in dem ich nicht mehr alles mit mir machen lasse, und der Umstand, dass ich auf meiner Webseite ein Team von Rezensenten Krimis & Thriller besprechen lasse, gibt KEINEM das Recht mit meinen Gefühlen Schabernack zu treiben!

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    4. Ich denke, wir werden da auf keinen Nenner kommen. Lassen wir es gut sein und streiten uns nicht weiter. Das bringt ja auch nichts außer Unmut. Ich wollte nur mal meine Meinung gesagt haben, so wie du deine gesagt hast.

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    5. Und die habe ich ja auch veröffentlicht.

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  9. Bei mir setzt gerade große Verwirrung ein und ich hoffe, Du kannst mir weiterhelfen bzw. Entwarnung geben. In wenigen Tagen erscheint bei KiWi "Mona", ein Thriller von Dan T. Sehlberg. Ist das eine Werbekampagne zu diesem Buch???

    Viele Grüße, WortGestalt

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    1. Entwarnung!!!
      Nein, das Buch wird vom Autor herausgegeben. Und das ist auch keine Verlagsidee.

      Im Titel kommt nicht das Wort "Mona" vor.

      Von KiWi sind mir solche Aktionen auch (noch) nicht bekannt :-)

      Viel Spaß mit dem Sehlberg-Buch

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    2. Wow, danke, ok! Das ist aber echt fies, die Parallele zieht man schon, wenn da so groß "Mona" abgedruckt wird! Ob das Absicht ist?? Ganz böse Aktion, da ein anderes Buch eventuell in Verruf zu bringen! o_O

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    3. Ehrlicherweise wollte der Autor ja nicht das andere Buch in Verruf bringen, sondern seines ins Gespräch. Inwieweit er da auf diese Namensgleichheit spekuliert hat bleibt unserer Spekulation überlassen.

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    4. Da hast Du natürlich völlig recht, aber da hier keine Angaben zum Autor auftauchen, könnte es durchaus dem ein oder anderen so wie mir ergehen und man könnte an das falsche Buch denken...

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  10. Geschmackloser geht es echt kaum.

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  11. Autoren und Verlage sollten sich lieber darauf konzentrieren für bessere Bücher zu sorgen. Um es frei nach einer älteren US-Wahlkampfparole zu sagen: "It´s the text, stupid!"

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  12. Mir ging es ähnlich. Letzten Samstag ist mir am Briefkasten erst einmal das Herz in die Hose gerutscht und ich bin kräftig erschrocken, bevor ich mir den Brief näher angesehen und dann schon entdeckt habe, was dahinter steckt.
    Aber dieser Schreck saß erst einmal und nun bin ich ziemlich sauer. Diese Werbeaktion ist für meine Begriffe total nach hinten los gegangen! Dein Blogbeitrag spricht mir total aus der Seele!
    LG Gabi

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  13. dies war ein echter reality check und ist irgendwie eine geschichte in der geschichte - eine idee für ein krimi oder so um diese situation zu verarbeiten und das im doppelten sinne. du musst dich richtig schrecklich gefühlt haben. ich finde diese aktion echt geschmacklos. da hat einer weder mitgedacht noch mitgefühlt. ich hoffe du konntest dich von dem schock erholen. lg

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  14. Schon beim Lesen, zitterten mir die Beine. Geschmackloser usw. geht es nimmer.

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  15. Bist du etwa bei folge-dem-kaninchen angemeldet?

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    1. Wenn, dann hätte ich ja geahnt, dass da was kommen könnte. Ich finde ARGs vollkommen okay. Sich anmelden und die Welten verwischen ist toll, weil man von da an damit rechnen muss, das sowas passiert :-)

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  16. Leider hat besagter Autor genau diesen Aufschrei dann für seine weitere Werbung benutzt, er hat noch mehr PR dafür bekommen. Mein Tipp für die Zukunft: Solche Post unter Ausschluss der Öffentlichkeit verbrennen und den Autor in Zukunft einfach ignorieren.

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    1. Das ist leider richtig. Ich werde das in Zukunft auch anders machen, hoffe aber, von weiteren Geschmacklosigkeiten Dank dieses Artikels in Zukunft verschont zu bleiben.
      Was man hier nicht sieht, ich habe auch Beschwerde beim Deutschen Werberat eingereicht, was ich auch ab sofort immer mit dieser Art Werbung tun werde, ohne kostenlose PR allerdings. Zumal mir der Werberat empfohlen hat, mit einer Beschwerde bei der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. einen Verstoß gegen rechtliche Vorgaben, hier das Verbot der sogenannten
      verschleierten Werbung gemäß § 4 Nr. 3 UWG, überprüfen zu lassen, denn anders als vom Autor behauptet, konnte sogar zunächst der Werberat nicht den Absender eindeutig identifizieren.

      Letztlich hat der Autor seine 15 Minuten Berühmtheit gehabt. Was sein Verhalten auch im Nachgang zu dieser Aktion über ihn aussagt, bleibt in der Beurteilung jedem selbst überlassen. Mein Bild von ihm hat sich dadurch gefestigt und seine Schreibwaren bleiben bei uns ignoriert.

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