Donnerstag, 24. Juli 2014

SIEBEN LETZTE WORTE - Salzburger Festspiel-Krimi mit derbem Humor gewürzt

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Blutrotes Wasser fließt über die malerische Petersmühle im Zentrum der Salzburger Altstadt. Es ist Ende Juli, die Festspiele haben bereits begonnen. Die Journaille hält das grausliche Intermezzo für eine Werbeaktion zugunsten einer skandalträchtigen Inszenierung. 

Doch wenige Tage später speit der Almkanal eine Leiche aus dem Festungsberg und lässt sie auf dem Mühlrad rotieren wie einen gebrochenen Schmetterling. Verlagsinfo

Zuerst rinnt nur Theaterblut und es findet sich eine Gummipuppe, dann eine „echte“ Leiche, öffentlich zur Schau gestellt, alles im Umfeld der Salzburger Festspiele

Die Ermittler um Chefinspektor Franco Moll müssen viele Wege gehen, viele Spuren verfolgen, um die letzten Stunden des Opfers nachzuvollziehen. 

Die Rechtsmedizin hat es auch nicht leicht, um Tathergang und Todeszeitpunkt festzulegen. 

Die Presse spekuliert munter drauf los, während Festspielleitung und Sicherheitsbehörden alles versuchen, „den Ball flach zu halten“ (kleine Reminiszenz an die vergangene Fußball-WM ;-).

In einer Parallel-Handlung werden Briefstellen eingestreut, die nahelegen, dass ihr Verfasser psychisch krank ist. Ist er der Täter?

Persönliche Meinung:
4,5 Sterne (von 5 möglichen)

Der Autor hält den Spannungsbogen mühelos aufrecht durch gewählte Kapitel-Anzahl und -Länge. 

Die Charaktere sind fein gezeichnet und lebensecht. Ihr manchmal derber Humor würzt das Geschehen. 

Das flüssig geschriebene Buch endet nach Verfolgung einer Reihe falscher Fährten in einem überraschenden und packenden Finale.

Autor: Franz Zeller
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 288
Verlag: Knaur TB
Preis: 8,99 €
eBook-Version: 8,99 €

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