Montag, 28. Juli 2014

MAIGRET Die besten Fälle - Hörspielbox zum 25. Todestag von Georges Simenon

Autor: Georges Simenon
Verlag: Der Audio Verlag
Auflage: August 2014
Sprecher: Paul Dahlke,
Klausjürgen Wussow,
Hans Clarin, Horst Frank u.a.
5 Audio CD mit 400 Min.
Preis: 17,99 Euro 
Krimi-Rezension: Nicole Ludwig


Die Box enthält die Hörspiele:
Maigret und seine Skrupel, BR 1961, 60 min. 
Maigret und der gelbe Hund, BR 1961, 59, min. 
Maigret und die Bohnenstange, BR 1961,59 min. 
Maigret und die Groschenschenke, BR 1961, 52 min. 
Maigret und die schrecklichen Kinder, RIAS Berlin 1950, 74 min

Der erste Fall ,Maigret und seine Skrupel“ fordert das ganze Können des Kommissars. Zwei Eheleute bezichtigen sich gegenseitig, geistig nicht gesund zu sein. Der Ehemann behauptet sogar, seine Gattin würde ihn umbringen wollen. Wer von beiden lügt?

In der Geschichte „Maigret und der gelbe Hund“ bekommt der Kommissar es mit einem unheimlichen, gelben Hund zu tun. Wo dieser auftaucht, geschieht ein Verbrechen.

In „Maigret und die Bohnenstange“ trifft Maigret auf eine alte Bekannte. Einst hatte er sie verhaftet und jetzt bittet sie ihn um Hilfe. Es geht um einen Einbruch und eine verschwundene Leiche.

Maigret und die Groschenschenke“ handelt von einem wegen Raubmordes zum Tode verurteilten Verbrecher. Er gibt Maigret einen Tipp, wo ein anderer Mörder frei herumläuft. 

Der Fall „Maigret und die schrecklichen Kinder“ ist die Geschichte des Lehrers Gastin. Angeblich hat er das Postfräulein erschossen.

Persönliche Meinung:
5***** (von 5 möglichen)
& Sondersternchen für die einzelnen Sprecher

Die Hörspiele nehmen einen mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Ohne jegliche Hast werden die Geschichten erzählt. Der Hörer hat genügend Zeit, sich die Personen und Orte vorzustellen. 

Den Pfeife rauchenden Kommissar hat man sowieso ständig vor Augen. 

Der leicht verdrießliche Charakter wird von Paul Dahlke hervorragend gesprochen. Die Grundstimmung ist stets eher düster und Maigret selten guter Laune, -man kennt die Stories mit ihm nicht anders. 

Mir hat „Maigret und die Bohnenstange“ am besten gefallen. „Maigret und die Groschenschenke konnte mich am wenigsten begeistern.

Es tut gut, mal wieder Krimis aus längst vergangenen Jahren zu hören. Wunderbar, wie es der Autor schafft, den Hörer zu fesseln, ohne dass die Geschichten voller Action und blutigem Gemetzel sind. 

Für mich persönlich sind die Kriminalromane von Georges Simenon, dessen Todestag sich am 04. September 2014 zum 25. Mal jährt, hohe Schreibkunst und im Fall von Dahlke, Wussow und Clarin wurden sie zudem meisterhaft gesprochen. Ein Hör-Genuss nicht nur für Maigret-Fans.

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