Mittwoch, 21. Mai 2014

APP - TV-Kritik zum ZDF-Thriller & Hilfe zur dazugehörigen App am kommenden Montag

Foto: ZDF und Ray van der Bas
TV-Kritik von Biggi Friedrichs
"App" ist ein actionreicher niederländischer Thriller über ein brandaktuelles Thema: Computersoftware, Apps, Software und Viren, den das ZDF am Montag (26.05.14) mit einem Second-Screen-Angebot (Begleitdokumentationen) um 22:15 Uhr senden wird. 

Nach einer freuchtfröhlichen Party hat die Psychologiestudentin Anna Rijnders auf ihrem Smartphone eine neue App "Iris". Iris stellt Anna Fragen, nimmt heimlich Bilder und Filme auf und verschickt diese an ihren gesamten Bekanntenkreis.

Anna versucht alles, diese App loszuwerden. Allerdings ohne Erfolg. Ihre Freunde und sie geraten durch Annas Aktionen und die der App in Lebensgefahr.

Ungewöhnlich an diesem Thriller ist, dass man vor dem Filmstart eine App aufs Smartphone laden kann. Das war völlig unkompliziert.

Am Anfang des Filmes ruft man die App mit seinem Smartphone auf und drückt auf "Start". Per Vibrationsalarm erhält man über das Handy zusätzliche Bilder, erfährt, was sich die Protagonisten per SMS schreiben und ist Anna oft einen Schritt voraus. Auf diesem Weg konnten wir in der Familie noch besser miträtseln, wer für das Chaos in Annas Leben verantwortlich ist und was derjenige damit bezweckt. Denn unsere beiden Jungs, 16 und 18 Jahre alt, wollten den Film wegen des Themas natürlich mit anschauen.

Wir waren alle total begeistert, der Thriller war temporeich, spannend, fesselnd und mit viel Action verbunden. Die zusätzlichen Szenen auf dem Smartphone waren sehr interessant.

Wenn man diesen Film angeschaut hat, wird man sicherlich etwas vorsichtiger, was man sich so alles auf seine Geräte lädt. Am Ende des Films hätte ich mir allerdings die ganze Sache noch etwas detaillierter erklärt gewünscht.

Der Name der App"Iris" erinnert an eine App von Apple, diese Wortspielerei gefällt mir.

Wer für neue, technische Dinge im Bereich Fernsehen offen ist, sollte diesen Thriller und den Einsatz der App nicht verpassen.

Anm. KK
So funktioniert es:
Anna, die Heldin des Spielfilms "APP", bekommt eine Nachricht: Auf ihrem Handy ist das Bild eines Revolvers zu sehen. Zur sel­ben Zeit erscheint dasselbe Bild auf den Handys und Tablets der Zuschauer, die den Film sehen. 

Das funktioniert aber auch noch unabhängig von der Sendezeit oder wenn der Film auf DVD geschaut wird – wie geht das denn? Im Prinzip ist es ganz einfach: Die App hört über das eingebaute Mikrofon im Smartphone oder Tablet mit und entschlüsselt den Filmton im Hintergrund. Das heißt: Die App "weiß" immer ganz genau, welche Filmsequenz gerade läuft.

Damit das funktioniert, müssen Film und App aufeinander abge­stimmt werden: Auf Filmseite werden die Tonspuren mit einem für das menschliche Ohr unhörbaren Wasserzeichen versehen. Die App wird entsprechend so programmiert, dass an bestimmten Stellen Inhalte auf dem mobilen Endgerät angezeigt werden. Wenn sich mehrere Zuschauer vor einem Fernseher mit ihren unterschiedlichsten Geräten den Film anschauen, wirkt es fast schon etwas unheimlich, wenn zeitgleich alle Bildschirme an­springen und dasselbe Bild zeigen. 

Hinweis:
Um alle weiteren Unwägbarkeiten auszuschließen, die zu Verzö­gerungen bei der Darstellung führen könnten – wie zum Beispiel langsames Internet oder Server-Überlastung – befinden sich alle Inhalte in der App lokal auf jedem Endgerät. Das bedeutet zwar, dass die App an sich sehr groß ist – für die Apple-Variante sind es beispielsweise rund 78 MB – und entsprechend mehr Speicher im Gerät einnimmt, letztlich können die Inhalte so immer verläss­lich und in einer guten Qualität angezeigt werden.

Befürchtungen, dass mit dem Aktivieren des Mikrofons für diese App nun sämtliche Gespräche im Wohnzimmer auf irgendwelchen fremden Servern landen, muss jedoch niemand haben: "APP" funktioniert auch im "Flugmodus", also ohne jegliche Inter­netver­bindung.

Apple: Unterstützt werden alle iOS-Geräte (iPhone, iPad, iPad mini, iPod touch) mit der iOS-Version 5.0 oder höher, die App ist rund 78 MB groß.

Android: Die App läuft auf allen Geräten mit Android 2.3x oder höher und umfasst rund 151 MB.

Direkt zu den Stores über folgende Links:

Und so geht’s:
1. Aktivieren Sie die App zu Beginn oder während des Films durch Antippen von "Start".
2. Erlauben Sie gegebenenfalls der App den Zugriff auf das Mikrofon und halten Sie das Mikrofon frei.
3. Stellen Sie den Filmton laut genug ein.
4. Die Inhalte der App kündigen sich durch ein kurzes zweifa­ches Vibrieren an.

In einer zweiteiligen Begleitdokumentation "Verschwörung gegen die Freiheit" Dienstag 27.05.14 um 20:15 r und "Big Brother im Weißen Haus", am Mittwoch, 28.05.14 um 22:45 Uhr forscht ZDF-Terrorismus- und Geheimdienstexperte Elmar Theveßen nach Hintergründen und politischen Folgen der weltweiten Abhör- und Überwachungsprogramme.

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