Montag, 14. April 2014

SELBS JUSTIZ - Bernhard Schlinks Krimi-Debüt als zweiteiliges Hörspiel (1994)


Am Mittwoch (16.04.14) verübt auf BR2 um 20:03 Uhr SELBS JUSTIZ. Es ist der 1. Teil des Hörspiels von Bernhard Schlink. Teil 2 in der Folgewoche zur gleichen Zeit.:
Selb lebt in Mannheim. Er hat eine Vergangenheit als Nazi-Staatsanwalt, eine Gegenwart als Privatdetektiv und weiß nicht, ob er mit fast siebzig Jahren noch eine Zukunft hat.

Er raucht. Er hat eine Freundin, drei Freunde und einen Kater. Er spielt Schach. Aber er löst seine Fälle nicht wie Schachprobleme. Er verstrickt sich in sie, und die Wahrheit, die er herausfindet, ist auch eine Wahrheit über sich selbst.

Selbs alter Studienfreund Korten bittet ihn, Unregelmäßigkeiten im Datenverarbeitungssystem des Chemiekonzerns RCW nachzugehen. Der Verursacher der Datenmanipulationen ist rasch ausfindig gemacht - Mischkey, der Freund einer Sekretärin.

Korten will den Fall intern klären, nichts soll an die Öffentlichkeit gelangen. Also gibt Selb den Namen weiter, Fall abgeschlossen.

Kurz darauf kommt Mischkey bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Mischkeys Freundin, die Sekretärin, wurde entlassen. Sie glaubt nicht an einen Unfall, weiß sie doch, dass Mischkey auf der Suche nach dunklen Punkten in der Vergangenheit der RCW war. So bittet sie Selb, sich noch einmal auf die Suche zu machen.

Bernhard Schlink, geboren 1944, ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin und Richter des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster. Zuvor Studium in Heidelberg und Berlin, wissenschaftlicher Assistent in Heidelberg, Darmstadt, Bielefeld und Freiburg. Promotion 1975, Habilitation 1981. Weitere Krimis mit dem Privatdetektiv Selb: "Selbs Betrug" (1992, Deutscher Krimipreis 1993), "Selbs Mord" (2001). Sonstige Veröffentlichungen: "Die gordische Schleife" (1988), "Der Vorleser" (1995), "Liebesfluchten" (2000), "Die Heimkehr" (2006), "Das Wochenende" (2008), "Sommerlügen" (2010), "Gedanken über das Schreiben". Heidelberger Poetikvorlesungen (2011). Walter Popp, geboren 1948 in Nürnberg, studierte Rechtswissenschaft in Erlangen und war bis 1983 Rechtsanwalt in Mannheim. Seit 1984 lebt er in Frankreich und arbeitet als literarischer und technischer Übersetzer.

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