Dienstag, 8. April 2014

ALLER HEILIGEN FLUCH - Zu viel Privatleben aller Protagonisten

Krimi-Rezension Biggi Friedrichs

Ruth Galloway, forensische Archäologin und alleinerziehende Mutter, will nur bei der feierlichen Öffnung des Sarges des legendären Bischofs Augustin im Museum von King’s Lynn dabei sein. Doch als sie ein wenig vor der Zeit den Ausstellungsraum betritt, findet sie neben dem Sarg eine Leiche: den Museumskurator. 

Wurde er ermordet? Schon steckt Ruth, die eigentlich die Geburtstagsparty für ihre kleine Tochter organisieren muss, mitten in den Ermittlungen. Da ist es wirklich keine Hilfe, dass auch ihre große Liebe DCI Harry Nelson auf den Fall angesetzt ist, den sie nach dem Willen seiner Frau eigentlich gar nicht mehr treffen darf. 

Bald verstricken sich die beiden in einem undurchdringlichen Geflecht aus Intrigen, Seilschaften und Legenden. Und Ruth muss sich einmal mehr für oder gegen Harry entscheiden – nur dass diesmal ihr Überleben davon abhängt … Verlagsinfo

Der Klappentext klang sehr interessant. Es sollte sich hier um einen Krimi handeln, in dem eine Archäologin und ein Druide vorkommen. Schauplatz der Geschichte ist England.

Leider dümpelte die Story so vor sich hin, Spannung kam überhaupt keine auf und fesseln konnte mich der Erzählstil der Autorin überhaupt nicht. 

Ruths Privatleben und alles Private sämtlicher Protagonisten in diesem Krimi standen hier deutlich im Vordergrund.

Kate, die Tochter von Ruth, spielt in diesem Krimi eine Hauptrolle. Das einjährige Mädchen scheint überhaupt ein Wunderkind zu sein, denn das Mädchen kann kurz nach ihrem 1. Geburtstag bereits "Fuchs" sagen. Aber das scheint wohl daher zu kommen, dass Ruth sämtliche Erziehungsratgeber, die auf dem Markt sind, liest. 

Heimliche Liebschaften scheinen auch sämtliche Protagonisten zu haben. Die Mordermittlungen und die Ermittlungsarbeit in einem Drogenschmuggelfall kommen erst nach ca 2/3 des Buches etwas in Gang. 

Die Leitung der Ermittlungen zu diesem Zeitpunkt übernimmt eine Kollegin von Nelson, da der mit einer rätselhaften Krankheit im Krankenhaus liegt. Die Kollegin löst den Fall dann sehr schnell.

Mich hat dieser Krimi sehr enttäuscht. Man hätte viel mehr aus der Geschichte machen können. Ich vermute, die Autorin Ellis Griffiths war privat zu sehr mit den Themen Kinder, Erziehungsratgeber und Tagesmütter beschäftigt, als sie diesen Krimi geschrieben hat.

Autor: Ellis Griffiths
Format: broschiert
Seitenzahl: 352
Verlag: Wunderlich
Übersetzung: Tanja Handels
Preis: 14,99 Euro
eBook-Version: 12,99 Euro

Ebenfalls aus dieser Reihe:
GEZEITENGRAB - typischer englischer Landhaus-Krimi

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