Montag, 17. März 2014

WINTER PEOPLE (Hörbuch) - Mystery-Roman mit bild- und märchenhafter Sprache

WINTER PEOPLE
Autorin: Jennifer McMahon
Verlag: Hörbuch Hamburg
Auflage: März 2014
Sprecherin: Elisabeth Günther
Übersetzung: Sybille Uplegger
2 MP3 CD mit 661 Min.
ungekürzte Lesung
Preis: 19,99
Krimirezension: Biggi Friedrichs

Durch einen grausamen Mord verliert Sara ihre kleine Tochter Gertie. Ein Brief mit einem uralten Geheimnis hilft ihr, Gertie von den Toten zurückzuholen - für sieben Tage, in denen sie von ihrem geliebten Kind Abschied nehmen kann. 

Doch sie ahnt nicht, worauf sie sich einlässt. Denn manchmal finden die Toten nicht zurück. Und das Grauen hält Einzug in die Wälder von Vermont ... Verlagsinfo 

Gesprochen wird das Hörbuch von Elisabeth Günther (Synchronstimme von Liv Tyler und Cate Blanchett), die es schafft, dass mich diese Geschichte von der ersten Seite an richtig gefesselt hat.

Die Bewohner von West Hall in Vermont warnen ihre Kinder, nicht in den Wald zu gehen. Im Wald gibt es die "Teufelshand", eine Felsformation, die die Einwohner von West Hall meiden und um die sich so manche Geschichte rankt. Es schlummert etwas in diesem Wald, in einem steinigen Acker vor dem Wald werden Dinge vergraben, die nicht wieder ausgebuddelt werden sollten.

Auntie hat im Alter von 9 Jahren eine "Schlafende" gesehen und herausgefunden, wie man Tote zum Leben erwecken kann. Man hat 7 Tage lang Zeit, von den Toten Abschied zu nehmen. Viele Trauernde wünschen sich nichts sehnlicher als das. Doch es gibt dabei natürlich auch ein Risiko ...

Der Hörer bekommt die Geschichte in verschiedenen Erzählsträngen, die zu verschiedenen Zeiten spielen, erzählt: In einem Handlungsstrang wird das geheime Tagebuch der Sara Harrison Shea präsentiert. Sara, die 1908 in einem kleinen Haus am Waldrand lebt, ist nicht bereit den Tod ihrer über alles geliebten Tochter Gertie zu akzeptieren.

Saras Mann hat seine eigenen Sorgen, er weiß nicht, ob er Schuld am Tod von Gertie hat. Er ist sich auch nicht sicher, ob Sara etwas mit dem Tod von Gertie zu tun hat. Sara wird derweil immer wunderlicher ...

Der zweite Erzählstrang spielt in dier Gegenwart. Ruthie und ihre Schwester Fawn leben in dem Haus, in dem Sara 1906 gelebt hat. Die Mutter der beiden Schwestern ist spurlos verschwunden.

Die Mädchen versuchen das zu verheimlichen und suchen nach ihrer Mutter. Dabei stoßen Sie auf das Tagebuch von Sara. Und es zieht noch weitere Personen nach West Hall: Katharine, die auch ein Kind verloren hat. Ihr Mann ist bei einem Autounfall tödlich verunglückt. West Hall war der letzte Ort, den er besucht hat. Katharine möchte herausfinden, was er in West Hall wollte.

Persönliche Meinung:
5***** (von 5 möglichen)

Die Autorin Jennifer McMahon benutzt eine wunderbare bildhafte und sehr märchenhafte Sprache, um die Geschichte von Sara und Ruthie zu erzählen.

Ich war mit den Personen in den Wäldern von Vermont, habe die unheimliche Atmosphäre dort spüren können. Die Erzählstränge und die Zeiten wechseln ständig.

Puzzleteil für Puzzleteil wird von Jennifer McMahon langsam geliefert, um am Ende in einem sehr spannenden Finale das Rätsel um die "Schlafenden" und die "Teufelshand" zu lösen. Die sehr lebendig wirkenden Figuren und ihre Gefühlswelt stehen in diesem Roman deutlich im Vordergrund.

Ich würde diesen Mystery-Roman nicht unbedingt als Horror-Thriller bezeichnen, wie es vom Verlag angegeben wird. Volle Sterneanzahl für dieses fesselnde Hörvergnügen.

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