Montag, 24. Februar 2014

SATANSBRAUT - Falsche Fährten, moderne Themen & viel Austria-Charme

Krimi-Rezension Tanja Werner

Schauerlicher Mord im schönen Waldviertel: Ein junger Popstar wird unter einem Granitblock aufgefunden, splitternackt und tot. Drogenexzess? Selbstmord? Oder ist der Jüngling gar Opfer eines Triebtäters geworden? 

Eine Gräfin, ein Donaukapitän, ein Pfarrer und ein Arzt, das Quartett genannt, ermitteln in diesem mysteriösen Todesfall auf die ihnen eigene Weise: bei Essen, Wein und Kartenspiel ... Verlagsinfo

Persönliche Meinung:
5***** (von 5 möglichen)

Diesem rasanten Krimi merkt man die Erfahrung seiner beiden Autoren (Edith Kneifl & Stefan M. Gergely) in sehr angenehmer Weise an. Denn mir persönlich fehlte es an nichts.

Flüssig, spannend und temporeich geschrieben, schaffen sie es den Leser noch auf die eine oder andere falsche Fährte zu schicken.

Dabei schmücken sie ihr Werk mit authentischen Charakteren und deren liebenswerten Eigenarten und Lastern. Allen voran die fast schon verwegene Gräfin Elsa von Kuenring, die mit einer gelungen Mischung aus Scharfsinn und Erotik die Ermittlungen mehr oder weniger leitet. Dabei wirkt sie aber – da monetär eher verarmt – keineswegs aufgesetzt oder überheblich. 

Mir persönlich gefällt auch die stimmige Verbindung aus modernen Themen wie der nicht enden wollenden Suche nach den ultimativen Superstars der verschiedenen Länder mit dem etwas antiquiert wirkenden österreichischen Charme und dem historischen Charakter der gewählten Schauplätze.

Den Krimi krönt dann ein fulminanter, aber kurzer Show-Down - SATANSNBRAUT liest sich wirklich in wenigen Stunden. Sehr gute Unterhaltung und deshalb die volle Anzahl Sterne.

SATANSBRAUT (ist trotz Amazonanzeige bereits erschienen)
Autoren: Edith Kneifl & Stefan M. Gergely
Format: broschiert
Seitenzahl: 208
Verlag: Haymon
Preis: 9,95 Euro
PreiseBook-Version: 7,99 Euro

Ebenfalls von Edith Kneifl:
DIE TOTE VON SCHÖNBRUNN

Kommentare:

  1. Leider verspricht der Klappentext mehr, als das Buch letztendlich halten kann. Die Story braucht ewig lange, um überhaupt in die Gänge zu kommen.
    Das alleine wäre gar nicht so schlimm, wenn wenigstens was passieren würde.
    Darüber hinaus ist das Buch auch noch reichlich schlampig recherchiert. Hier werden Jugendsubkulturen in wilder Weise durcheinandergeworfen, dass es schon fast wehtut und man hat ständig das Gefühl: Ja! So stellt sich eine Siebzigjährige die Jugend vor!
    Welche böse dreinschauende Black Metal-Band mit ordentlich Nieten an den Ärmeln und umgedrehten Kreuzen um den Hals würde sich beispielsweise The Devil Stones nennen?
    An dieser Stelle habe ich herzlich lachen müssen.
    Für das gesamte Buch gibt es aber leider keine Rose von mir, tut mir leid.

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  2. Ich darf versichern, dass zumindest die Rezensentin keine Siebzigjährige war und sich trotzdem bei diesem Krimi gut unterhalten gefühlt hat.

    Immer wieder schön zu sehen, wie vielfältig Meinungen zu einem Buch sein können und wie sehr Geschmäcker differieren.

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