Dienstag, 11. Februar 2014

DAS RACHESPIEL (Hoerbuch) - Altbekanntes, Klischees und wenig echte Spannung

Autor: Arno Strobel
Verlag: Argon
Auflage: Januar 2014
Sprecher: Sascha Rothermund
6Audio CD mit 7 Std. 23 Min.
gekürzte Lesung
Preis: 16,99
Krimirezension: Nicole Ludwig

Frank Geissler führt ein ganz normales Leben mit Ehefrau und Tochter, bis er eines Tages per USB-Stick die Aufforderung bekommt, eine bestimmte Webseite zu besuchen. 

Dort ist ein verwahrloster nackter Mann zu sehen, der am Boden festgekettet ist. Um ihn herum lauter Käfige voller Ratten, die schon begonnen haben, sich gegenseitig aufzufressen. Laut Webseite bekommt Frank die Möglichkeit, den Mann zu retten. Er muss dafür eine Aufgabe lösen, die beinhaltet, dass er auf einem Brückengeländer balanciert. 

Frank hält das Ganze für einen Scherz, loggt sich bei der Webseite aus und ignoriert die Aufgabe. Die Sache lässt ihm keine Ruhe und am nächsten Tag besucht er die Seite erneut. 

Was er dieses Mal sieht, lässt ihn verzweifeln. Die Ratten wurden aus den Käfigen gelassen und er sieht, wie sie beginnen, den Mann bei lebendigem Leib zu fressen. 

Frank befindet sich mitten in einem perfiden Spiel, das seinen Ursprung in seiner eigenen Vergangenheit hat. Er muss sich darauf einlassen, ansonsten geht es nicht nur um sein Leben, sondern auch um das seiner Ehefrau und Tochter.

Persönliche Meinung: 3,5 Sterne
Sonderstern für den Sprecher

Ich war sehr gespannt auf das neue Hörbuch von Arno Strobel. Bisher war ich wirklich immer begeistert. (DAS SKRIPT, DER SARG, DAS WESEN und DER TRAKT)

Ich mag den Schreibstil des Autors, genau wie den Sprecher. Der hat seine Sache auch wieder ausgesprochen gut gemacht. Vom Inhalt war ich aber enttäuscht. 

Von Beginn an hatte ich immer wieder das Gefühl, Teile der Story schon von irgendwoher zu kennen. Handys, die in einem Bunker keinen Empfang haben, überraschen genauso wenig wie Türen, die nur von außen zu öffnen sind. Auch der Hintergrund der Geschichte, in der Kindheit Böses getan zu haben, das einem im Lauf des Lebens wieder einholt ist nicht neu. 

Mir waren auch einfach zu viele Cliffhanger vorhanden, das wirkte in der Menge, als würde künstlich Spannung erzeugt werden müssen, die der eigentlichen Geschichte aber fehlt. Das Ende wirkte konstruiert und wenig glaubhaft.

Dieses Hörbuch ist nur etwas für ausgemachte Strobel-Fans. Mir bleibt die Hoffnung, dass sein nächstes Buch/Hörbuch mich wieder mehr überzeugen kann.

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