Mittwoch, 22. Januar 2014

VERDACHT - Hitchcock-Remake als Hörspiel mit 3D-Effekt (Kunstkopf-Stereophonie)

Autor: Francis Iles
Verlag: OSTERWOLD audio 
Auflage: Januar 2014
Sprecher: Boris Aljinovic,
Chris Pichler, Gerd Wameling,
H. P. Hallwachs u.a.
Preis: 14,99 Euro
1 Audio-CD mit 57 Minuten
Krimi-Rezension von Nicole Ludwig

Johnny Aysgarths Lebensinhalt sind die Pferdewetten und die Frauen. Das soll sich ändern, als er Lina McLaidlow kennenlernt. Sie stammt aus einem sehr reichen Elternhaus und wird einmal Erbin eines großen Vermögens sein. Die beiden verlieben sich und trotz der Warnungen ihres Vaters, dass Johnny nur auf Linas Geld aus sei, heiratet das Paar. 

Das Glück trübt sich schnell, als Lina merkt, dass ihr Gatte heimlich ihre Besitztümer verkauft und das Geld in Wetten investiert. Gerade als sie beschließt, ihn zu verlassen, stirbt ihr Vater. 

Johnny zeigt sich als große Stütze und Lina bleibt bei ihm. Wenig später verstirbt auf dubiose Weise auch der Geschäftspartner von Johnny. Lina hat den Verdacht, dass ihr Ehemann in die Sache verstrickt ist. 

Allmählich fürchtet sie um ihr eigenes Leben, hat sie doch vor Kurzem ein Testament mit Johnny als Alleinerben aufgesetzt...

Persönliche Meinung: 
5***** (von 5 möglichen

Das Hörspiel ist nach dem Kriminalroman „Vor der Tat“ (Erscheinungsjahr 1932 von Autor Francis Iles) in einem besonderen, aufwändigen Verfahren, der "Kunstkopf-Stereophonie" -siehe Video unten- produziert worden. 

Diese Technik aus den 70er Jahren ermöglicht beim Hören mit Kopfhörer eine dreidimensionale, räumliche Akustik, bei der es einem schon mal "schwindelig" werden kann.

Schon Alfred Hitchcock hatte Gefallen an dem Krimi und hat VERDACHT 1941 mit Cary Grant und Joan Fontaine in den Hauptrollen verfilmt. 

Der Inhalt ist aber völlig zeitlos und  nichts im Hörspiel wirkt altmodisch. Natürlich geht der Hörer auf Zeitreise, aber das ist völlig nebensächlich. 

Ausgesprochen raffiniert zeigt sich Lina in ihrer Handlungsweise. Es sei nur verraten, dass man schon damals die Frauen nicht unterschätzen sollte. 

Die Spannung baut sich Minute für Minute auf, um in einem leisen, aber sehr gut durchdachten Finale zu enden. Sehr erfreulich finde ich, dass der Krimi ohne für die Story unnötige Nebenhandlungen auskommt. Es gibt keine Längen und überflüssige Dialoge.

Ein ideales Hörspiel für einen gemütlichen Nachmittag auf der Couch.

Hier ein Blick in die komplizierte Studio-Produktion:

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