Samstag, 11. Januar 2014

SPIESSGESELLEN - Gute Idee, langweilige Umsetzung

Krimi-Rezension von Jörg Völker

Das Boot Europa ist voll! So lautet eine der Parolen der erst kürzlich gegründeten «Deutschen Humanistischen Mitte». Die will ihren Landesparteitag ausgerechnet in Kleve abhalten. Dort kocht die Stimmung hoch: Die neue Universität hat in kürzester Zeit Hunderte von Studenten in die Stadt gespült, darunter viele Ausländer. 

Ein bekannter Rechtspopulist hat seinen Auftritt angekündigt, große Protestveranstaltungen stehen bevor – Staatsschutz und Klever Polizei arbeiten fieberhaft an einem Sicherheitskonzept. Mit unterschiedlichsten Mitteln und Absichten, wie sich bald herausstellt. Und dann geschieht ein Mord ...(Verlagsinfo)

SPIEßGESELLEN ist nicht mein erster Roman aus der Feder der Autoren Hiltrud Leenders, Michael Bay und Artur Leenders (siehe auch LAVENDEL GEGEN AMEISEN). Im Vergleich zu den anderen Büchern, die ich gelesen habe, ist er aber leider wesentlich schwächer. Das liegt m. E. nach vor allem an der Ausgestaltung des eigentlich ganz interessanten Plots.

Der Landesparteitag einer radikalen Gruppierung, geplante und durchgeführte Gegendemonstrationen der Einheimischen sowie das übliche Kompetenzgerangel der Sicherheitsbehörden könnten schon einen ansprechenden Hintergrund für einen spannenden Kriminalroman abgeben. 

Die Autoren lassen ihr reichlich vorhandenes Erzähltalent aber nur selten aufblitzen. Ansonsten „plätschert“ die Geschichte vor sich hin.

Persönliche Meinung: 
3*** (von 5 möglichen)

Die Dienststelle der Kripo ist unterbesetzt. Lediglich der unverwüstliche Ackermann läuft zur Höchstform auf. Er treibt die Ermittlungen voran und kümmert sich gleichzeitig um die Gegendemonstration. 

Das ist aber zu wenig für guten Krimi.
Autoren: Leenders, Bay & Leenders
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 256
Verlag: rororo
Preis: 9,99 Euro
Preis eBook-Version: auch 9,99 Euro

Weitere Rezensionen zu Leenders/Bay/Leenders:
TOTENACKER
GRENZGÄNGER
LAVENDEL GEGEN AMEISEN

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