Mittwoch, 29. Januar 2014

ATTACK (Hörbuch) - Agent Pendergast entwickelt sich immer weiter ins Absurde

Autoren: Douglas Preston
& Lincoln Child
Verlag: Argon Verlag; 
Auflage: Dezember 2013
Sprecher: Detlef Bierstedt
6 Audio CD /7Std. mit 48 Min.
Preis: 11,42 Euro

Special Agent Aloysius Pendergast muss seinem Schützling Corrie Swanson zur Hilfe eilen. Diese will im Rahmen ihrer forensischen Ausbildung eine Studienarbeit über Knochenschädigungen schreiben. 

Dabei stößt sie auf Fälle, die sich in der Stadt Roaring Forks zugetragen haben. Damals sollen insgesamt elf Bergarbeiter von einem menschenfressenden Bären getötet worden sein. 

Anfänglich erhält sie vom Sheriff die Erlaubnis, die alten Knochen zu untersuchen, später wird diese Berechtigung aber zurückgezogen. Corrie will das nicht akzeptieren und bricht in den Lagerschuppen der Skelette ein. 

Erschrocken stellt sie fest, dass die Spuren an den Knochen teilweise von Menschen stammen. Bevor sie weiter handeln kann, wird sie am Einbruchsort verhaftet. Pendergast gelingt es erst im letzten Moment, sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. 

Während er sich in Roaring Forks aufhält, kommt es dort zu einer Reihe von schweren Brandstiftungen, bei denen es Tote gibt. Kann er dem Sherriff helfen, die Verbrechen aufzuklären? Gibt es einen Zusammenhang mit Corries Fall? Wie passen Tagebuchaufzeichnungen von Sir Arthur Conan Doyle in die Geschichte? 

Persönliche Meinung: 
3,5 Sterne (plus einenem Sonder-Stern für den Sprecher)

Die Geschichten um Aloysius Pendergast und der Sprecher Detlef Bierstedt gehören einfach untrennbar zusammen. Der Hörer muss sich schon auf die Story einlassen wollen, ansonsten grenzt es allmählich an Absurdität, was Pendergast an Fähigkeiten entwickelt. 

Sich selbst in Trance zu versetzen, eine Zeitreise zu unternehmen, sich einer Gruppe Männer anzuschließen und mitzuerleben, was damals geschah, ist dann wirklich zu viel.

Die eingebaute verschollene Arthur-Conan Doyle-Geschichte war letztlich völlig irrelevant und wohl nur dazu gedacht, die Geschichte aufzubauschen.

Corrie in ihrer inzwischen unendlichen Dummkeit/Naivität ist ebenfalls nicht glaubwürdig. Man fragt sich, wie sie es geschafft hat, an das Kriminologiestudium zu kommen. Die Story nimmt relativ schnell Fahrt auf, aber dann wird es zeitweise derart langatmig, dass es das Hörvergnügen stört. Das Ende ist vorhersehbar gewesen.

Ich wünsche mir, dass Preston/Child wenigstens die strohdumme Corrie aus ihren Geschichten heraus ließen, dafür aber D’Agosta zurückholten. Wenn Pendergast weiterhin unglaubwürdiger wird, überlege ich, ob es nicht besser wär, das nächste Hörbuch der Autoren lieber im Regal zu lassen.

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